 Vögel, für welche die hiesigen Landstriche überhaupt nicht
passen, und diese Vögel sind dann auch für unsere Landstriche nicht nötig. Zu
den geeigneten Zeiten besuchen uns auch Wanderer und Durchzügler, die auf der
Jahresreise begriffen sind. Sie hätten eigentlich keinen Anspruch auf eine Gabe,
allein da sie sich unter die Einwohner mischen, so essen sie auch an ihrer
Schüssel, und gehen dann weiter.«
    »Auf welche Weise gebt Ihr denn den Tieren die nötige Nahrung?« fragte ich.
    »Dazu haben wir verschiedene Einrichtungen«, sagte er. »Manche von den
Vögeln haben bei ihrem Speisen festen Boden unter den Füßen, wie die Spechte,
die an den Bäumen hacken, und solche, die ihre Nahrung auf der platten Erde
suchen: andere, besonders die Waldvögel, lieben das Schwanken der Zweige, wenn
sie essen, da sie ihr Mahl in eben diesen Zweigen suchen. Für die ersten streut
man das Futter auf was immer für Plätze, sie wissen dieselben schon zu finden.
Den anderen gibt man Gitter, die an Schnüren hängen, und in denen in kleine
Tröge gefüllt oder auf Stifte gesteckt die Speise ist. Sie fliegen herzu und
wiegen sich essend in dem Gitter. Die Vögel werden auch nach und nach
zutraulich, nehmen es endlich nicht mehr so genau mit dem Tische, und es tummeln
sich Festfüssler und Schaukler auf der Fütterungstenne, die neben dem
Gewächshause ist, wo Ihr mich heute morgens gesehen habt.«
    »Ich habe das von heute morgens mehr für zufällig als absichtlich gehalten«,
sagte ich.
    »Ich tue es gerne, wenn ich anwesend bin«, erwiderte er, »obwohl es auch
andere tun können. Für die ganz schüchternen, wie meistens die neuen Ankömmlinge
und die ganz und gar eingefleischten Waldvögel sind, haben wir abgelegene
Plätze, an die wir ihnen die Nahrung tun. Für die vertraulicheren und
umgänglicheren bin ich sogar auf eine sehr bequeme und annehmliche
Verfahrungsweise gekommen. Ich habe in dem Hause ein Zimmer, vor dessen Fenstern
Brettchen befestigt sind, auf welche ich das Futter gebe. Die Federgäste kommen
schon herzu und speisen vor meinen Augen. Ich habe dann auch das Zimmer gleich
zur Speisekammer eingerichtet, und bewahre dort in Kästen, deren kleine Fächer
mit Aufschriften versehen sind, dasjenige Futter, das entweder in Sämereien
besteht oder dem schnellen Verderben nicht ausgesetzt ist.«
    »Das ist das Eckzimmer,« sagte ich, »das ich nicht begriff, und dessen
Brettchen ich für Blumenbrettchen ansah, und doch für solche nicht zweckmäßige
fand.« »Warum habt Ihr denn nicht gefragt?« erwiderte er. »Ich nahm es mir vor,
und habe wieder darauf vergessen«, antwortete ich.
    »Da die meisten Sänger von
