 passen, ernähren
sich meistens von Gewürmen und Insekten; aber wenn an einem Platze, der zum
Nisten geeignet ist, die Zahl der Vögel so groß wird, dass sie ihre Nahrung nicht
mehr finden, so wandert ein Teil aus und sucht den Unterhalt des Lebens
anderswo. Will man daher an einem Orte eine so große Zahl von Vögeln
zurückhalten, dass man vollkommen sicher ist, dass sie auch in den
ungezieferreichsten Jahren hinlänglich sind, um Schaden zu verhüten, so muss man
ihnen außer ihrer von der Natur gegebenen Nahrung auch künstliche mit den
eigenen Händen spenden. Tut man das, so kann man so viele Vögel an einem Platze
erziehen, als man will. Es kommt nur darauf an, dass man, um seinen Zweck nicht
aus den Augen zu verlieren, nur so viel Almosen gibt, als notwendig ist, einen
Nahrungsmangel zu verhindern. Es ist wohl in dieser Hinsicht im allgemeinen
nicht zu befürchten, dass in der künstlichen Nahrung ein Übermaß eintrete, da den
Tieren ohnehin die Insekten am liebsten sind. Nur wenn diese Nahrung gar zu
reizend für sie gemacht würde, könnte ein solches Übermaß erfolgen, was leicht
an der Vermehrung des Ungeziefers erkannt werden würde. Einige Erfahrung lässt
einen schon den rechten Weg einhalten. Im Winter, in welchem einige Arten
dableiben, und in Zeiten, wo ihre natürliche Kost ganz mangelt, muss man sie
vollständig ernähren, um sie an den Platz zu fesseln. Durch unsere Anstalten
sind Vögel, die im Frühlinge nach Plätzen suchten, wo sie sich anbauen könnten,
in unserem Garten geblieben, sie sind, da sie die Bequemlichkeit sahen und
Nahrung wussten, im nächsten Jahre wieder gekommen oder, wenn sie Wintervögel
waren, gar nicht fortgegangen. Weil aber auch die Jungen ein Heimatsgefühl haben
und gerne an Stellen bleiben, wo sie zuerst die Welt erblickten, so erkoren sich
auch diese den Garten zu ihrem künftigen Aufentaltsorte. Zu den vorhandenen
kamen von Zeit zu Zeit auch neue Einwanderer, und so vermehrt sich die Zahl der
Vögel in dem Garten und sogar in der nächsten Umgebung von Jahr zu Jahr. Selbst
solche Vögel, die sonst nicht gewöhnlich in Gärten sind, sondern mehr in Wäldern
und abgelegenen Gebüschen, sind gelegentlich gekommen und, da es ihnen gefiel,
da geblieben, wenn ihnen auch manche Dinge, die sonst der Wald und die
Einsamkeit gewährt, hier abgehen mochten. Zur Nahrung rechnen wir auch Licht,
Luft und Wärme. Diese Dinge geben wir nach Bedarf dadurch, dass wir die Bauplätze
zu den Nestern an den verschiedensten Stellen des Gartens anbringen, damit sich
die Paare die wärmeren oder kühleren, luftigeren oder sonnigeren aussuchen
können. Für welche keine taugliche Stelle möglich ist, die sind nicht hier. Es
sind das nur solche
