 und waren in manchen Ecken so dicht zusammen
gestellt, dass es wirklich Mühe kostete, sich dort frei zu bewegen.
    Obgleich Arthur keine eigene Dienerschaft hatte, so wurde er doch von der
sämtlichen des elterlichen Hauses außerordentlich verwöhnt, und sein kleines
Interieur so besorgt, dass er Niemand Eigenes brauchte. Auch heute Nacht,
obgleich es schon ziemlich spät war, befanden sich in dem Kamine, den Arthur aus
besonderer Vorliebe in seinem Wohnzimmer hatte einrichten lassen, noch glühende
Kohlen genug, so dass es nur einer kleinen Anwendung des Blasbalges bedurfte, um
einige Stücke Holz, die er auflegte, sogleich in helle Flammen zu versetzen.
Dann zündete er ein paar Kerzen an, und als diese das Zimmer hell erleuchteten,
blickte er sich nach seinem Gefährten um, der händereibend an dem lodernden
Feuer stand.
    »In der Tat,« rief Arthur nach einem kleinen peinlichen Stillschweigen, »in
der Tat, lieber Herr Beil, nehmen Sie mir es nicht übel, aber ich begreife
jetzt vollkommen, warum Sie mich nicht am Tage besucht haben.«
    »Nicht wahr, das ist zu begreifen?« entgegnete dieser, indem er einen
trostlosen Blick an sich hinunter laufen lief. »Wenn Sie mich auch nie sehr
geputzt und geschniegelt sahen, so habe ich mich bis jetzt auch nicht als Lump
präsentirt - als vollständiger Lump, wie heute Abend.«
    Und Herr Beil sprach die Wahrheit, denn sein Äußeres sah wirklich im
höchsten Grade verwahrlost aus. Haar und Bart hingen ihm zerzaust um den Kopf,
und er schien alle Ursache zu haben, seine Wäsche sorgfältig zu verstecken, denn
er hatte nicht bloß den Rock bis unter das Kinn zugeknöpft, sondern auch noch
den Kragen etwas in die Höhe geschlagen. Seine Beinkleider waren fast bis zu den
Knieen beschmutzt, und seine Stiefel gaben einen seltsam seufzenden Ton von
sich, wenn er auftrat, und ließ sehr verdächtige nasse Spuren zurück, wenn er
seinen Standort wechselte.
    Er wollte sprechen, doch fiel ihm Arthur in's Wort: »Lassen Sie für diesen
Augenblick alle Explikationen; ich sehe schon, dass Ihnen was Außerordentliches
passiert ist, was Sie mir wohl später mitteilen werden. Jetzt aber will ich vor
allen Dingen uns Beide in ein trockenes Gehäuse bringen; denn auch mich hat der
Regen von heute Nacht ziemlich scharf mitgenommen. Folgen Sie mir in's
Schlafzimmer, und ich will schon etwas finden, was für Sie passt.«
    Herr Beil wollte einige bescheidene Einwendungen machen, doch legte ihm der
Maler sanft die Hand auf seine Schulter, indem er fortfuhr: »Lassen Sie das gut
sein; ich versichere Sie, es würde mir zu jeder Zeit ein großes Vergnügen
gemacht haben, Ihnen aus irgend einer Verlegenheit zu helfen
