 der Sicherheitsbehörde der Eintritt in diese
Gebäude durchaus nicht verwehrt und konnte sie hier ihren Amtsgeschäften
nachgehen, so oft sie es für nötig erachtete.
    Es wohnten hier eine Menge Familien von den verschiedenartigsten Gewerben,
ja in einem Teile befanden sich sogar ein paar elegante Läden, sowie
Werkstätten von Schmieden, Wagnern, Sattlern und dergleichen mehr. Von dem
Ganzen besaß die hohe Polizei einen sauber gearbeiteten und sehr korrekten
Grundriss, den man einstens durch den Stadtbaumeister aufnehmen zu lassen für
notwendig besunden hatte, und darin waren auch die Familien verzeichnet, wo sie
wohnten, wie viele Zimmer sie inne hatten, und es wurde strenge darauf gehalten,
dass die verschiedenen Aus- und Einzüge der Behörde augenblicklich gemeldet
wurden.
    Obgleich nun so das ganze Anwesen scheinbar klar und durchsichtig vorlag, so
war der Fuchsbau dennoch, wie wir schon oben angedeutet, eine wahre Räuberhöhle
und wimmelte von Dieben, Betrügern und allem möglichen Gesindel mit seinem so
notwendigen und zahlreichen Anhang von Hehlern jeder Art. Wie oft hatte man auf
dringenden Verdacht plötzliche Haussuchungen angestellt, ohne je etwas gefunden
zu haben; der gegründetste Verdacht war nie gerechtfertigt worden, und so fand
denn auch die Gerechtigkeit keinen triftigen Grund, den Fuchsbau, wie man schon
mehrmals in Vorschlag gebracht hatte, entweder ganz niederzureissen, oder in
seiner ehemaligen Gestalt wieder herzustellen durch Entfernung der verschiedenen
Anbaue mit ihren labyrintischen Treppen und Gängen, - ein Vorschlag, dessen
Ausführung übrigens auch noch wegen des Kostenpunkts und der Gefährlichkeit in
baulicher Beziehung seine Schwierigkeiten gehabt hätte.
    Wir haben schon vorhin gesagt, dass das Ganze den Namen des Fuchsbaues hatte;
ein besonderer Teil hieß aber der Gasthof zum Fuchsbau, und in diese stillen
Gemächer wollen wir den geneigten Leser unsichtbar einzuführen uns erlauben, was
so ohne Gefahr geschehen kann, wogegen er in Wirklichkeit mit einem guten Rock
bekleidet ein sehr unwillkommener Gast sein würde.
    Es ist draußen ein unheimliches nasskaltes Wetter; Schnee, Regen und Wind
jagen einander in den engen Durchgang hinein, von dem wir schon früher sprachen,
und da bei dieser Hetze die erstgenannten leichten Gesellen verschmolzen und
verflogen sind, ehe sie der Sturm recht erfassen kann, so lässt er nun seine Wut
an einer alten Laterne aus, die an rostigen Ketten von dem Gewölbe niederhängt
und ächzend hin und her weht.
    In dem Durchgang befindet sich jene uns schon bekannte kleine eiserne
Gittertüre, von schweren Stangen gemacht, mit einem sehr soliden und
künstlichen Schloss, sowie oben und unten mit Riegeln versehen, die, wenn sie
vorgeschoben sind, ungreifbar in das Eisen zurückfallen und nur durch eine
künstliche Vorrichtung wieder zurückgezogen werden können.
    Hinter dieser Türe beginnt eine schmale steinerne Wendeltreppe, die oben
auf eine einzige, wieder verschliessbare Türe führt; dann kommt ein gewölbter
Gang, spärlich von einem stark
