 wird
nun das Bücherschreiben ein allgemeines Handwerk werden, wodurch Genies und
Stümper Ruhm und Fortkommen suchen, unbekümmert, ob sie die Köpfe ihrer
Mitbürger verwirren und die Flamme an das Herz der Unschuldigen legen. Den
Himmel, die Erde, den Furchtbaren selbst, die verborgene Kräfte der Natur, die
dunklen Ursachen ihrer Erscheinungen, die Macht, die die Gestirne wälzt und die
Kometen durch den Raum schleudert, die unfassliche Zeit, alles Sichtbare und
Unsichtbare werden sie betasten, messen und begreifen wollen, für alles
Unfassliche Worte und Zahlen erfinden, Systeme auf Systeme häufen, bis sie die
Finsternis auf Erden gezogen haben, wodurch nur die Zweifel wie Irrwische, die
den Wandrer in Sumpf locken, blitzen. Nur dann werden sie helle zu sehen
glauben, und da erwarte ich sie! Wenn sie die Religion weggeräumt haben wie
alten Schutt und gezwungen sind, aus dem stinkenden Überbleibsel ein neues
ungeheures Gemische von Menschenweisheit und Aberglauben zusammenzugiessen, dann
erwarte ich sie! Und dann macht weit die Tore der Hölle, dass das
Menschengeschlecht einziehe! Der erste Schritt ist geschehen, der zweite ist
nah. Noch eine schreckliche Revolution auf dem Erdboden steht bevor. Ich berühre
sie nur mit flüchtiger Eile. Bald werden die Bewohner der alten Welt ausziehen,
um neue, ihnen bisher unbekannte Erdstriche zu entdecken. Dort werden sie
Millionen in religiöser Wut erwürgen, um sich des Goldes zu bemächtigen, das
diese Unschuldigen nicht achten. Diese neuen Welten werden sie mit allen ihren
Lastern erfüllen und Stoff zu scheusslichern der alten zurückführen. So werden
Völker unsre Beute werden, die bisher Unschuld und Unwissenheit vor unsrer Rache
gesichert hat. Jahrhunderte werden sie im Namen des Furchtbaren den Erdboden mit
Blute netzen, und so sieget die Hölle durch die Günstlinge des Himmels über den,
der uns hierher geschleudert hat!
    Dies ist es, ihr Mächtigen, was ich euch verkünden wollte, und nun freut
euch mit mir des festlichen Tags, genießt im voraus der Siege, die ich euch
verspreche, weil ich die Menschen kenne. Höhnt des Ewigen, der so lächerlich und
widersinnig in dem Sohne des Staubs das rohe Tier mit dem Halbgott
zusammenspannte, dass nun ein Teil den andern zerreibt! Höhnt seiner und ruft mit
mir in Siegesgebrüll!
    Es lebe Faust!«
    Erschreckliches Getöse, dass die Achse der Erde zitterte, die Gebeine der
Toten in den Gräbern zusammenrasselten, erscholl: »Es lebe Faust! Es lebe der
Vergifter der Söhne des Staubs!«
    Hierauf wurde der vornehmste Adel des dunklen Reichs zur Anbetung, dem
Kniebeugen, Handkusse, das heißt zum Glückwunsch zugelassen, und ich habe bisher
noch nicht entdecken können, ob der Satan diese hündische Gebräuche der
Hofhaltung der Fürsten der Erde oder ob sie dieselben der seinen nachgeäfft
haben.
