 worden. Jedoch was will ich von löschen
sagen, da vielleicht die Glut dermalen durch den Anblick eines vierschrötigen
Landsmannes noch heftiger angeblasen worden, von welchen etwa präsumiert wird,
dass er seine Rebus besser machen werde als ein politer Deutscher. Demnach
verwundere ich mich auch nicht, dass ich meinen Abschied von Ihnen bekommen, nur
wundert mich, dass, da beschlossen gewesen, mir das Lebenslicht ausblasen zu
lassen, Sie keine geschicktern Meuchelmörder, sondern solche feige Kanaillen
choisiert haben, welche die rechten Fleckgen nicht zu treffen gewusst, sondern,
nachdem sie ihre Stöße mit selbsteigener Angst und Zittern angebracht, sich,
sobald sie nur meinen Degen aus der Scheide fahren hörten, auf die Flucht
begaben. War denn etwa dieses, Madame! die versprochene Satisfaktion? Sollte
dieses der Rekompens vor meine oft über die Gebühr angespannete Kräfte sein?
Sollte solchergestalt das kostbare Geheimnis erstickt und keinen Menschen
kundgemacht werden, ob der arme kleine Livicardomarillus vom Himmel gefallen
oder hinter dem Zaune gefunden sei, mithin dieses unschuldige Kind zu einer
vater- und mutterlosen Waisen gemacht werden? Ja, ja! ich besinne mich, die
Staatsraison hat solches absolutement erfordert. Doch nein, Madame! das
Militärleben ist vermögend, einem bürgerlichen Körper ein adeliches Herze
einzupfropfen. Ob es aber zwar gleich keine Heldentat ist, dergleichen
Kameralia, als wir eine Zeit daher miteinander traktieret, auszuplaudern, so
wird doch hoffentlich die galante Welt, in Betrachtung meiner ausgestandenen
Fatiguen, mich nicht verdenken, wenn ich auf Mittel sinne, meinen Hohn zu
rächen, welches ich wohl unterlassen, wenn man nicht versucht hätte, mich auf
eine so liederliche Art ums Leben zu bringen. Demnach kündige ich Ihnen, Madame!
meine vorgesetzte Rache an, wobei ich meinen Körper tausend Gefährlichkeiten
exponiere, jedoch garantiere, dass, ob auch mein Körper in tausend Stücke
zerteilt würde, dennoch keine menschliche Gewalt vermögend sein soll, die
Publikation des Geheimnisses zu verhindern, welches zur Zeit noch meines Wissens
niemanden als uns beiden bekannt ist; denn es liegt bereits mit allen akkuraten
Umständen der ganzen Welt zur Nachricht aufgeschrieben an einem sichern Orte,
welches ich darum getan habe, weil ich nicht weiß, ob ich vor meinem Ende noch
imstande sein möchte, solches mündlich publik zu machen. Zwar glaube ich nicht,
dass mein vertrauter Umgang mit Ihnen Dero hohen Stande eben so gar sehr
despektierlich sein kann, weil ein braver Soldat ebensowohl von Adam und Even
herstammet als eine Staatsdame hiesiges Landes. Vielleicht ist auch der Herr G.
von Ch. eben so ekel nicht, dass er nach Vernehmung dieser Liebesbegebenheit
Dieselben nicht ebenso feurig, als Sie sich unfehlbar schon im Geiste
vorstellen, embrassieren sollte, wo er ja die Probe nicht bereits abgelegt. Dem
sei aber, wie ihm
