 Kind oder Vater, - du kannst nicht verworfen werden, dich hält etwas.«
Er meint, er kann dies Etwas fassen. Wessen er sich nicht würdigte, was er nicht
für möglich hielt, wozu er hypochondrisch die Möglichkeit sich absprach, - in
der Vergangenheit erschien es ihm möglich, im Traum war es sein eigenster
Besitz. - Ihm war eines vor allem schwer: zu sich selber zu gelangen, und an
dieser Schwere erfüllte sich sein Wesen.
Andreas' Weg: zuerst liebesfähig werden, dann lernen, dass Geist und Körper eines
sind. Er hat an dem Dualismus fortwährend gelitten, bald war ihm das eine, bald
das andere an ihm selbst nichts wert. Nun lernt er hinter dem einen das andere,
immer das eine als Träger des anderen fühlen.
    Wie Romana in ihm zu leben anfängt: einzelne Züge, ein Lächeln wie im
Einverständnis mit ihm. Dies ihr Aufleben in ihm ist immer mit Ängstigungen
verbunden, die wieder mit Heiterkeiten abwechseln. Einmal glaubt er sie an der
Riva auf einem Koffer sitzen zu sehen, sie schickt sich an, auszupacken. Er wagt
nicht heranzutreten.
    Kapitel I, Schluss: Andreas auf dem Bett sitzend, es könne ein Kamel eher
durch ein Nadelöhr gehen, als er zu einer richtigen Liebschaft kommen mit der
Spanierin, der Zustina, der Nina, - jeder andere könne es eher. - Jetzt, in
Gedanken an Romana, schön aufleuchtend: der Spaziergang. Vier Luftschlösser, in
denen er mit jeder von den vieren wohnt.
    Episode der Bürgersfrau. - zur gleichen Zeit Entfremdung mit dem Malteser.
Die Frau eines Schneiders, die mit ihm verheiratet sein möchte. Der
Flickschneider sieht ihr durch die Finger. Niedrig bürgerliche Welt, voll
Adelsklatsch, auch bezüglich Durchreisender. Antrag, ihm zu willen zu sein und
auch andere ihm zu verschaffen, zugleich höchste Achtung für die Tugend. Ganz
elementarisches Volksdasein, der niederen Antike gleich. Die Schneidersfrau hat
16 Geschwister. Freundliche Augen und ein hübscher Mund, accomodant, bei der
ersten Begegnung nimmt sie ihn für einen großen Herrn, dann mehr für
ihresgleichen. Der Mann stirbt. Die Kinder der Frau: der ernste Knabe, wie er
ihn anschaut, dabei sich selbst zu vergessen scheint, das anschmiegende Mädchen
mit etwas falschem Blick.
    Hier ist Andreas gewissermaßen zuhause, bei der Gräfin ist ihm, als lebte er
nicht, sondern träumte nur, er fragt sich, ob er jemals gelebt habe. Durch
dieses Leben in dem Bürgerhause, wovon er gegen niemand Erwähnung tut, glaubt er
ein Lügner und Verräter zu sein. - In dieser Zeit sitzt Andreas dem Zorzi zu
einem Porträt, bricht tückisch ab. Zorzi macht ihm Angst vor Intervention der
Behörden. Die Katastrophe durch
