 dem Aussichtszimmer eines kleinen
Lichtturms gefunden, der ganz einsam drei Meilen höher als der Modellturm schon
vor sehr langer Zeit gebaut wurde. s hörte, was er sollte, und begab sich
gleich mit Bombimba zum müden Peka.
    Lesabéndio sagte zum Peka milde:
    »Ich danke Dir, dass Du mich grade gerufen hast. Ich habe alles, was Du zu
Bombimba sagtest, von diesem gehört. Und ich weiß nicht, was ich Dir zum Troste
mitteilen soll. Ich weiß: Du brauchst keinen Trost. Aber es ist doch immer ein
seltsamer Augenblick, wenn man fühlt, dass der Körper durchsichtig wird. Wir
werden alle von unbekannten Mächten fortgetrieben. Und das Ziel, das uns
vorschwebt, scheint uns immer wieder undeutlich zu werden. Was wissen wir von
unserm Leben? Vielleicht hast Du mit Deinen künstlerischen Bestrebungen ein
Wertvolleres im Auge gehabt als ich. Du wolltest die ruhige Stille. Ich habe die
nie gekannt. Und das empfinde ich doch zuweilen als einen Mangel in mir. Ich
kümmere mich viel mehr um das, was außer mir ist. Aber - glaube mirs! - auch das
muss wohl ein Wertvolles sein. Es kam mir das Leben unsres ganzen Sonnensystems
und besonders das Leben unsres Doppelsterns immer viel wichtiger vor als mein
eigenes Leben. Wissen wir denn, ob wir jemals ein eigenes Leben erfassen können?
Deine Freude am Rhytmischen gab Dir ja mehr die Empfindung, dass Du ein eigenes
Leben hattest. Ob das aber nicht auch nur eine Täuschung war? Ich habe viel von
dem, was Du wolltest, wohl unmöglich gemacht. Doch ich war nicht Herr meiner
selbst.«
    »Ich bin ganz ruhig«, erwiderte Peka, »und ich habe jetzt nur noch den einen
Wunsch, dass Du recht viel von meiner Ruhe und Beschaulichkeit in Dich aufnimmst.
Du bist der Tatkräftige. Das Tatkräftige war mir aber meiner Anlage entsprechend
nicht naheliegend. Es entwand sich mir immer. Nun sehen wir beide ein, dass wir
nicht leicht, solange wir nebeneinander lebten, zusammenkommen konnten. Da ist
es doch ein Trost, dass wir uns zum Schluss noch so nähern können. Das Ende der
Pallasianer ist doch ein beneidenswertes. Ich glaube nicht, dass es Ähnliches
öfters in unserm Sonnensystem gibt. Ich werde in Dir weiterleben als Dein guter
Freund, obschon ich im Leben niemals Dein guter Freund war und immer in andern
Sphären meine kühlen ruhigen rhytmischen Ziele erblickte. Zur Wehmut haben wir
also keinen Grund. So wie es gekommen ist, wirds wohl das Richtige sein. Das
Kräftigere siegt immer. Aber wir müssen auch ein Vergnügen darin erblicken, mal
vom Kräftigeren besiegt zu werden. Gib mir Deine Hand, s! Wenn Du bereit
bist, so werde ich Dir dankbar
