 dem Kaddimohnstahl hier auf unserm großen Turm
zusammenhängt.«
    »Oder mit der Wolke!« versetzte Biba.
    Beide schwiegen eine Weile.
    Dann fuhr Biba also fort:
    »Wenn wir für dieses Rätsel eine Erklärung haben wollen, so müssten wir doch
zusehen, ob sich nicht auf anderen Asteroïden Ähnliches ereignet. Wir bemerken,
dass sich im Pallas ein Zusammenziehen von Rumpf- und Kopfsystem anbahnt. Der
Kopf will zum Rumpf oder umgekehrt. Und so verändert sich das Zentrum des ganzen
Systems. Nun meine ich aber, dass sich zwischen den einzelnen Asteroïden etwas
Ähnliches vorzubereiten beginnen könnte. Ich ahne so was. Du kennst den großen
Planeten, den auch wir mit so vielen andern Planetenbewohnern Saturn nennen. Der
Saturn hat ein ganz regelmässiges und ganz intensiv zusammenhängendes Ringsystem,
in dem Millionen kleiner Sterne zusammen dahinkreisen. Könnte der Asteroïdenring
nicht auch das Bestreben haben, mal so innig zusammenzukommen? Kopf und Rumpf
des Pallas wollen schon zusammenkommen. Ist das nicht ein Zeichen dafür, dass
eigentlich alle Asteroïden zusammenkommen wollen? Sie ziehen momentan noch zu
fern voneinander ihre Bahn. Der Stern Erde hat doch auch einen Ring von kleinen
Sternen um sich - und an der Sonne sehen wir doch etwas Ähnliches. Wenn diese
Sterne auch sehr klein sind - Pendants zum Saturnring bilden sie trotzdem. Nur
würde der Asteroïdenring tausendmal größer werden als die andern Ringe. Diese
sind aber zweifellos durch den willkürlichen Eigenwillen der größeren Planeten
entstanden; Saturn und Erde und die meisten andern Planeten sind doch als
ebensolche Sonnen zu betrachten wie unsre Centralsonne eine ist. Diese hat die
andern Sonnen nur dadurch in ihre Nähe gebracht, dass sie ein übergrosses Maß von
Lebensenergie entwickelte. Die zieht immer an - natürlich nicht so wie ein Stein
von unsrer Trichterwand angezogen wird. Die Centralsonne hält auch gleichzeitig
die andern Sonnen, die Planeten wurden, in respektvoller Entfernung, damit kein
Zusammenstoß stattfindet. Das finden wir auch wieder bei den kleinen Planeten,
die sich um die großen drehen und die wir Monde nennen. Der Grössere hält immer
die kleineren zurück. Aber diese kleineren können untereinander enger aneinander
kommen, wie das die Saturn-, Erde- und Sonnen-Ringsysteme zeigen. Ein ähnliches
Ringsystem müssen auch die Asteroïden bilden - sie können es wenigstens. Darum -
werde nicht ungeduldig! - müssen wir den Zusammenhang mit unserm Kopfsystem
fördern - das heißt: wir müssen die Spinngewebewolke näher untersuchen.«
    »Das war aber umständlich!« rief da der s.
    Biba aber fuhr fort:
    »Unterschätze meine umständliche Rede nicht. Denke darüber nach. Wenn Du
Dich einst mit dem Kopfsystem des Pallas als eines fühlen willst, so musst Du
auch wissen, was dieses Kopfsystem in erster Linie im Auge hat. Nicht nur mit
dem Rumpfsystem will
