 Recht gehabt.
    Jetzt handelte es sich zunächst darum, auszuprüfen, ob die Sofanti-Häute vor
der Wolke schützten. Um das auszuprüfen, musste man noch mehr Türme bauen. Und
man baute schließlich mit der größten Heftigkeit alle vierundvierzig. An den
oberen Teilen konnte nur am Tage gebaut werden. Nun waren die Spitzen der
obersten Türme miteinander zu verbinden. Und das beanspruchte sehr lange Zeit,
da beim Herannahen der Wolke alle Bauleute wieder runterkommen mussten.
    Nach hundert Tagen und Nächten wusste man immer noch nicht, ob die
Sofanti-Häute genügenden Schutz zum Weiterbauen gewähren würden.
    Und der Peka wurde immer ungeduldiger. Aber seine Ungeduld war von andrer
Art als die von Lesabéndio, Biba, Dex, Nuse und Sofanti. Diese konnten beim
Turmbau ihre künstlerischen Ideen einigermaßen zur Geltung bringen, Peka aber
sah, dass er ganz kaltgestellt war. Und Labu und Manesi sahen, dass es ihnen
ebenso ging wie dem Peka.
    Der kleine Nax gab sich die größte Mühe, den Peka zu trösten. Aber Naxens
Verwandlungsscherze erzielten bald nicht mehr die Wirkung wie bisher. Peka wurde
immer trauriger.
    Die Quikkoïaner hatten mittlerweile gelernt, ihrem Körper kleine Flügel zu
geben, mit denen sie sich ganz frei in der Luft halten und somit vor dem Gesicht
des Pallasianers sprechen konnten, wenn dieser oben mit dem Lenken und
Befestigen der Kaddimohnstahlstangen beschäftigt war.
    In einer solchen Situation sagte der Nax zum Peka hoch oben drei Meilen über
dem Nordtrichter, als hell die Spinngewebewolke herunterglänzte, während die
Sterne ringsum smaragdgrün im dunkelvioletten Himmel funkelten:
    »Lieber Peka! Ich verstehe den Eigensinn nicht. Wenn man sich auch Hunderte
von Jahren damit befreundet hat, die Zukunft seiner Umgebung nur in einer
harten, kantigen Brillantenarchitektur zu erblicken, so kann man doch, wenn man
einsieht, dass die Ausführung dieser Idee nicht gut möglich ist, ganz gemütlich
darauf verfallen, sich die Sache in der Phantasie auszumalen und die
Wirklichkeit zu lassen, wie sie grade ist. Ich verstehe nicht, warum man
eigensinnig grade die Ausführung im großen Maßstabe will, wenn man sie im
kleinen Maßstabe haben kann. Der ist doch auch etwas. Unsre Phantasie ist doch
auch was Reales. Wie kann man nur so eigensinnig sein wie Du und wie Labu und
Manesi, die auch immer jammern. Auf dem Quikko jammerte man nie. Da wollte keine
Seele das, was sie nicht konnte. Man wollte nur das, was man konnte.«
    »Jawohl«, versetzte Peka, »aber das hat Euch auch grade so weit gebracht,
dass Ihr gar keine höheren Ziele kennen lerntet. Ihr habt auch niemals gewusst,
was es heißt, nach unsäglichen Mühseligkeiten endlich sein Ziel zu erreichen.
Ihr seid immer sehr zufrieden. Aber dafür habt Ihr
