 viele neue Pflanzen zu sehen. Die Pflanzen hatten nicht alle rundliche
Ballons an Stelle der Blüten - es gab auch Pflanzen mit ganz dünnen
scheibenförmigen Ballons, und diese hatten an den Rändern der Scheiben lange
spitze Stacheln.
    Alle diese Ballons konnte der Manesi durch ein künstliches Mittel jederzeit
aufblasen und im Innern phosphoreszierend machen, dass es im Innern flackerte und
flirrte in unzähligen Farben.
    Das künstliche Mittel, mit dem das hergestellt wurde, was draußen im
Trichter nur während der Nacht möglich wurde - bestand in einer besonders
gedämpften Beleuchtung von allen Seiten.
    »Pilze und Schwämme«, sagte der Manesi, »kann ich in andrer Weise zum
intensivsten Leben künstlich reizen: durch eine kolossale Lichtfülle! Und so ist
es mir möglich, die Ballonblumen, die sonst nur nachts wachsen, auch am Tage
wachsen zu lassen - durch ein besonders gedämpftes Licht. Und andrerseits kann
ich die Pilze und Schwämme auch in der Nacht wachsen lassen - durch ein
außerordentlich helles Licht.«
    »Das ist ja großartig«, rief der Lesabéndio, »dann können wir ja Pilze und
Schwämme in allen Höhlen und Ateliers wachsen lassen - dann können wir ja die
Zahl der Pallasianer verzwanzigfachen.«
    »Ich weiß, wie Ihr seid«, sagte der Manesi, »Ihr bedenkt aber nicht, dass
unser Stern wahrhaftig nicht interessanter wird, wenn wir überall nur Pilz- und
Schwammwiesen anlegen. Ihr zerdrückt mit Eurem großen Turm alle künstlerischen
Errungenschaften der Pallasianer. Wo soll ich denn meine neuesten Ballonpflanzen
hinbringen?«
    »In die Gerippe unseres Turms!« rief da der Lesabéndio stürmisch und reckte
sich hoch auf.
    Da sah der Manesi plötzlich ganz lustig ins Weite und rief lachend:
    »Das geht allerdings; es sind alles Rankengewächse.«
    Und dann führte Manesi die beiden Turmfreunde in seine Lichtöhle und ließ
dort alle seine neuen Sonnen auf einmal aufleuchten.
    Dex und Lesabéndio schlugen schnell die Kopfhaut vorn zusammen; so blendete
das Licht der neuen Sonnen.
 
                               Siebentes Kapitel
Lesabéndio begibt sich zum Biba, der sehr viel von der Konzentration und von der
Ergiebigkeit erzählt. Biba veranstaltet danach eine Buchausgabe, um über die
Natur der Doppelasteroïden aufzuklären. Es werden nun viele neue Knacknüsse
gefunden, und Manesi pflanzt viele neue Pilz- und Schwammwiesen. Der Bau des
Nordtrichterturms wird aber dadurch keineswegs gefördert, da die Pallasianer das
ganze Unternehmen für zu waghalsig halten; besonders wird die Größe der
Atmosphäre bezweifelt. Lesabéndio lässt sich danach mit Biba vom Südtrichter aus
in die Südatmosphäre hineinschnellen, um die Dicke dieser Atmosphäre kennen zu
lernen.
Als nun Lesabéndio einsah, dass Manesi schon für die Ernährung der neuen
Pallasianer sorgen würde - da atmete er erleichtert auf.
    »Alles wird besser gehen, als wir dachten!« sagte der Dex.
    Und
