. Einst brachte eines
jener lustigen Journale eine heitere Abbildung dieses Sumpfes. Er war voller
Amphibien, deren Mäuler weit offenstanden. Ein Mensch schritt durch den
aufspritzenden Tümpel. Darunter war zu lesen:
Wir müssen durch den Sumpf des Lebens waten,
Und wenn dabei die trüben Wasser spritzen,
So jammern über unsre Missetaten
Die Frösche alle, die im Schlamme sitzen!
Nun sage mir ehrlich, mein Freund! Verlangst du im Ernst von mir, diese Musik,
welche ich gar wohl kennen gelernt habe, noch einmal anzuhören? Als ich damals
aus dem Sumpfe stieg, drehte ich mich um und lachte herzlich über die
Batrachier, die sich zum Platzen quälten, mir zu zeigen, wer und was sie seien.
Dieses komische Bild schwebte mir vor, als du vom Lesen dieser deiner
Makulaturen sprachst. Begreifst du mich jetzt nun?«
    »Ja,« antwortete er. »Ich begreife sogar noch mehr, als du ahnst!«
    »So lass sehen, ob das wahr ist. Ich habe eine Bitte.«
    »Welche?«
    »Schenke mir diese Zeitungen!«
    »Was willst du mit ihnen tun?«
    »Verbrennen! Ich pflege solche Dinge niemals aufzuheben, noch weniger zu
lesen. Sie fliegen stets, sobald ich sie erhalte, in das Feuer. So kommt kein
Schatten bei mir auf. Ich will dich von den deinigen befreien. Erfüllst du
meinen Wunsch?«
    Da ging er von Kasten zu Kasten, stieß mit dem Fuß an sie und sagte:
    »Das sind die Furien, die Erinnyen, die ich dir ja beschrieben habe. Sie
lügen, wie gedruckt! - - - Hier die schadenfrohen oder gedankenlosen Nachbeter
und Nachtreter, welche bei Gott schwören, dass sie schuldlos seien, weil sie doch
bloß nachgedruckt und nichts erfunden hätten! - - - Und da die sogenannten guten
Freunde, die stets behaupten, dass sie retten wollen, und doch so ungeschickt
dabei verfahren, dass sie mehr schaden, als die andern alle. - - - Ich schenke
sie dir. Nimm sie hin! Verbrenne sie! Du hast so recht: Ich will hier reine
Arbeit machen!«
    »Aber ich verbrenne sie wirklich!« versicherte ich. »Ich gebe sie dir nicht
zurück!«
    »Das weiß ich. Es ist dir ernst! Aber auch mir! Ich will nun endlich,
endlich einmal freien Geistes sein.«
    »Ich danke dir! Endlich einmal freien Geistes sein willst du. Weißt du, was
du mit diesen Worten gesagt hast? Unfreie Geister gibt es nicht. Wer in Fesseln
liegt, ist vielleicht eine Intelligenz, doch niemals Geist! Du willst also nicht
mehr bloß ein denkendes, ein nach Regeln, welche von
