 mit ihm anfangen sollte ...
    Und da fing ich an, mich mit ihm zu prügeln ...
    Er zerbrach mir mein Nasenbein.
Diese vier Stücke schienen den alten Herren zu gefallen; sie lachten, steckten
die Köpfe zusammen und zeigten sich einzelne Stellen.
    Ich bewunderte, wie geschickt sie mit ihren Pincetten umzugehen verstanden.
    Ich sah mir die Blutmedusen auf der schwarzen Sammetdecke genauer an und
sah, dass jede einen ganz anderen Gesichtsausdruck zeigte. Und ich verglich diese
vielen Gesichter mit dem Gesichte der großen Sonne, die mir die Augen geblendet
hatte. Währenddem sagte der King Tutmosis lächelnd:
    »Unser Scheerbart hat ohne Frage das ernsthafte Bestreben, seine verehrte
Nase tiefer in die Weltgeheimnisse zu stecken. Er sucht überall nach großen
Hintergründen. Das ist schon richtig. Aber die Hauptsache verliert er immer aus
den Augen. Dass diejenige Erscheinungsform der Welt, die uns offenbar wird, in
allen ihren Äußerungen unendlich viele Daseinsmasken vornimmt, das stimmt schon.
Es stimmt auch, dass es in unsrer Erscheinungsform der Welt nach allen Richtungen
kein Ende gibt. Diese gewiss sehr großartige Tatsache kommt in der Welt von Eisen
gut zum Ausdruck.«
    »Indessen,« fuhr nun der brummige Necho fort, »wenn das auch viel ist, ist's
noch nicht genug. Du darfst nie vergessen, dass alle Sterne mit ihrer
Unendlichkeit - nur eine einzige Erscheinungsform der Welt darstellen - und dass
sich an diese eine einzige Erscheinungsform der Welt noch unendlich viele andere
Erscheinungsformen anreihen, die uns vorläufig noch nicht fassbar sind. Und diese
anderen Erscheinungsformen, deren Zahl eben in keiner Unendlichkeit Platz findet
- machen uns die Welt eben unendlich viele Male größer, als sie uns bisher
erschien. So kommt es, dass die unendliche Welt, die wir zu sehen vermeinen,
jetzt nur ein Tropfen in einem unendlich viele Male größeren Meere für uns ist.«
    Mir wurde schwindlig - und ich sagte das.
    Da aber lachten Alle, und der Lapapi sagte freundlich:
    »Lass nur! Das geht vorüber!«
    Der König Ramses sprach darauf sehr feierlich:
    »Vergiss nicht, was ich Dir jetzt sage: Wenn Du in Deinem ganzen Leben nur
dieses Eine von der unendlich großen Anzahl der Erscheinungsformen der Welt
begriffen hättest - und wenn Du nie danach vergessen würdest, dass hinter jedem
Stück, das Deine Sinne wahrnehmen, noch unendlich viele andre Dinge
dahinterstecken, zu denen Du mit Deinen Sinnen nicht gelangen kannst - - - so
hast Du das Größte erfasst von Allem, was Du in Deinem armen Leben erfassen
kannst. Dann ist aber Dein Leben nicht mehr arm - wie's auch sei! Und darum
kannst Du, wenn Dein Leben zu Ende geht, ruhig sagen: Ich habe einen Abglanz des
