 vorangetragen wird. Diese Leute gehen stolz, mit majestätischen
Schritten und sieghaften Mienen. Über ihre Gesichter breitet sich das
Bewusstsein der Würde und Erhabenheit. Auch sie scheinen verschiedenen Ständen
anzugehören, und obwohl sie langsam schreiten, sehe ich doch, dass jeder von
ihnen bemüht ist, den andern voranzukommen. Das müssen hohe Herren sein, die
sicher nicht erwarten, zu leicht befunden zu werden.«
    »Ja, sie waren Herrscher auf Erden, Herrscher auf verschiedenen Gebieten,
haben sich aber auf dem Wege zur Wage der Gerechtigkeit zusammenfinden müssen.
Da sind Fürsten, welche über Länder und Völker regierten, aber nicht einmal sich
selbst beherrschen konnten. Da sind allerlei Würdenträger, welche der ihnen von
Gott anvertrauten Würde nicht würdig waren. Da sind hohe Gelehrte, Koryphäen der
Wissenschaft, welche sich für Erb- und Gerichtsherren der Weisheit hielten und
sich gegen die Einsicht sträubten, dass alles irdische Wissen und Erkennen
Stückwerk ist und nur der Glaube zur Wahrheit und Vollkommenheit führt. Da sind
die Paschas und Sultane des Mammons, welche von ihren protzenden Tronen aus die
Unbemittelten knechteten und in Fesseln schlugen, ohne zu ahnen, dass sie selbst
die Fesseln der niedrigsten Knechtschaft trugen, die es auf Erden gibt: die aus
Goldbarren geschmiedeten Handschellen, die erwürgenden Zugstricke des
Geldsackes. Da sind die Genies, welche ihre herrlichen Geistesgaben nur
brauchten, um gegen den zu kämpfen, der sie ihnen lieh, auch die Künstler, denen
die Mahnung, dass die wahre, echte Kunst himmelan zu streben hat, nur lächerlich
war. Da sind die Herren der Feder, der Literatur, die Zeitungsmonarchen, welche
unter ihrer sechsten Weltmacht die Macht ihres eigenen Einflusses, die
Wirkungskraft nur ihrer Zwecke verstanden. Da sind die Helden der Phrase, die
Redner des Volkes, die Sprecher der Parlamente, die ihre Schlagworte wie
platzende Bomben, das Göttliche verneinend, zerstörend in die Versammlungen
warfen, unbekümmert darum, dass sie dafür dereinst das zermalmende Richterwort
treffen werde, von welchem geschrieben steht: denn das Wort Gottes ist wie ein
Hammer, der Felsen zerschmettert! Sie alle, alle, die ich dir jetzt bezeichnete,
haben ihre eigene, zufällige oder angemasste Macht an die Stelle der Macht der
Liebe gesetzt und werden nun dort an der Wage zu ihrem Schrecken erfahren, dass
alle diese von ihnen missbrauchte Gewalt nicht imstande ist, die ewige
Gerechtigkeit auch nur um das Tausendstel eines Haares breit zu ihren Gunsten zu
neigen. Fahre fort in deinem Berichte!«
    »Die jetzt kommen, folgen einem Banner, auf welchem Schatahra120 zu lesen
ist.«
    »Sprich nicht weiter von ihnen; ich sehe sie! Das sind die irdisch Klugen,
welche sich hüteten, mit ihrem Glauben offen hervorzutreten; ihr Vorteil verbot
ihnen dies.
