 Aber meine Valerie hatte
keiner von den alten Knaben, keiner saß meinem Henner am Arbeitstisch gegenüber,
um liberale Artikel zu schreiben, und keiner sah wie wir von dieser Höhe hinab
in die Landschaft eines großen deutschen Volkes, welches über der Arbeit ist,
das Haus seines Staates zu zimmern. Was wir uns selbst gewinnen an Freude und
Leid durch eigenes Wagen und eigene Werke, das ist doch immer der beste Inhalt
unseres Lebens, ihn schafft sich jeder Lebende neu. Und je länger das Leben
einer Nation in den Jahrhunderten läuft, um so geringer wird die zwingende
Macht, welche durch die Taten des Ahnen auf das Schicksal des Enkels ausgeübt
wird, desto stärker aber die Einwirkung des ganzen Volkes auf den einzelnen und
größer die Freiheit, mit welcher der Mann sich selbst Glück und Unglück zu
bereiten vermag. Dies aber ist das Höchste und Hoffnungsreichste in dem
geheimnisvollen Wirken der Volkskraft.«
 
                                    Fußnoten
1 Erhöre, gütiger Schöpfer, unser Gebet und Flehen. - Gib, dass durch
Enthaltsamkeit sein Sinn mäßig und nüchtern werde.
2 Willst du trinken Wein, musst du schreiben Latein.
3 Höre, gütiger Schöpfer, unser Gebet und Flehen.
4 Der Frosch quakt lieblich in den grünen Blättern.
5 Der Sauhirt schneidet Reiser.
6 Nicht der brüllende Löwe, noch der brummende Ochs und nicht der meckernde
Bock, der mit den Hörnern stößt, begeht soviel Unsinniges, als der Speere
verstechende Ritter, welcher seiner Herrin dient.
 
    
