, in's Pfefferland.
    Der Director war ebenfalls herangetreten und sagte:
    »Willst Du nicht meinen Arm ein wenig nehmen, Elise? Es wird Dir zu kühl,
die Damen werden Dich gewiss entschuldigen.«
    »Überlassen Sie es mir, die liebe Frau spazieren zu führen!« rief die
geborene Kippenreiter, indem sie entschlossen aufsprang. Der Director zuckte kaum
merklich die Achseln. »Sie sind selbst nicht die Stärkste, liebe Schwägerin,«
sagte er.
    »Ich bin stark, sobald es die Pflicht erfordert,« entgegnete die geborene
Kippenreiter, indem sie die arme Frau von Zehren mit sich fortzog.
    »Das ist ein großes Wort!« seufzte Fräulein Duff. »Wer das auch von sich
sagen könnte!« und die blasse Gouvernante schüttelte wehmütig ihre gelben
Locken, wendete dann die matten Augen auf mich und lispelte: »Richard, oh, wie
aus der Sage heraus! ah! dass der Blondel fehlen muss! aber verzweifeln Sie nicht;
suche treu, so findest du, das ist auch eine ewige Wahrheit!«
    »Wie befinden Sie sich, Fräulein Duff?« fragte ich, um doch etwas zu sagen.
    »Und immer noch diese schöne Fähigkeit, teilzunehmen an dem Schicksale der
Anderen bei dem eigenen traurigen Geschick! Das ist schön, das ist groß,«
flüsterte die Erzieherin; »ich muss, wahrlich ich muss einen Versuch machen, mich
in Ihr Herz zu stehlen -«
    Sie legte drei Fingerspitzen auf meinen Arm und deutete mit ihrem
Sonnenschirm schüchtern nach der Richtung, in welcher die ganze Gesellschaft
mittlerweile den Platz unter den Platanen verlassen hatte.
    »Und wie leben Sie hier?« flüsterte sie weiter, während wir in den Garten
hinabstiegen; »aber, was frage ich? still und harmlos, wie Wilhelm Tell! Es ist
ja Alles hier Idylle! Sprechen Sie mir nicht von Gefängnis! Die Welt ist überall
ein Gefängnis! ich weiß es am besten!«
    »Ich dachte, Fräulein Duff, die Erziehung eines so lieblichen Geschöpfes -«
    »Ja, sie ist lieblich!« erwiderte die blasse Dame mit einem Anfluge von
wirklicher Wärme; »lieblich wie ein Maienmorgen; aber Sie wissen ja: des Lebens
ungetrübte Freude! - dass dieses Kind einen solchen -«
    Sie blickte sich scheu um und fuhr mit hohler Stimme fort:
    »Denken Sie sich, er nennt sie Hermann und fragt sie dreimal am Tage, warum
sie kein Kna - fi donc! es lässt sich nicht sagen. O, es zerreißt mein Herz, wenn
so rohe Hände in den zarten Saiten dieser jungfräulichen Seele wühlen! Es liebt
die Welt, das Strahlende zu schwärzen! wer wüsste es nicht! nur sollte der eigene
Vater
