 auch nur zu schmälern. Das habe ich über die Verbindung und
über den Umgang mit den Fremden gesprochen. Denket daran, und denkt, was ich
einst über die gleichen Dinge gesprochen habe, und was erfolgt ist, da wir
meinen Schwager Konrad, den König der Deutschen, um Hilfe gegen die mährische
Verbindung angegangen haben. Nun rede ich von der böhmischen Königskrone. Ihr
sagt, ihr hättet sie mir gegeben. meint ihr, die Krone hätte in die weiten
Länder, oder auch nur in dem eigenen Lande geleuchtet? Wir hätten uns selber zu
einem Königreiche gemacht, und hätten dem Beherrscher dieses Reiches die
Königskrone aufgesetzt. Wer sich aber selber mit einer Ehre schmückt, der hat
keine Ehre. Die Ehre muss von der Höhe kommen, dass sie heilig ist. Und was würden
die Männer und Weiber unserer Fluren von der Krone gesagt haben? Das ist die
Krone, würden sie gesagt haben, die die hohen Herren des Landes gemacht, und dem
Herzoge geschenkt haben; sie würden die Krone wie eine Burg angeschaut haben,
die vor ihren Augen gebaut worden ist. Der uralte Wysehrad ist heilig, und der
uralte Herzogstuhl ist heilig, weil sie da sind aus der grauen Zeit, und den
Menschen scheint, dass sie von der Höhe stammen. Und wie würdet ihr selber die
Krone angeschaut haben? Sie wäre euer Werk gewesen, und ihr wäret höher gewesen
als euer Werk. Ihr habt gesagt: Unser Land ist der Quell der Ehren und der
Macht. Aus dem Lande fließt Ehre und Macht; aber der höchste Quell aller Ehren
und aller Macht ist der allmächtige Gott. Er sendet Gaben und Geschicke, auf die
Ehre und Macht folgt, und er sendet die, welche Ehre und Macht verteilen dürfen.
Die sind aber immer über uns, nicht neben uns oder unter uns. Wenn der deutsche
König eine noch hundertmal größere Macht hätte, so könnte er sich nicht die
römische Kaiserkrone auf das Haupt setzen, sie bliebe eine deutsche Krone, und
bliebe strahlenlos. Aber der Heilige Vater, der Herrscher aller Gläubigen auf
der Erde, setzt sie ihm auf, er wird der weltliche Herr der Christenheit, und
die Kaiserkrone glänzt über die Völker, und von ihr erglänzen die Königskronen,
und aus ihr entstehen die Königskronen. So glänzen die Kronen von Frankreich,
von Spanien, von England, und so entstand auch die Krone von Böhmen. Nicht
Friedrich, der König der Deutschen, hat mir die Königskrone gegeben, sondern
Friedrich, der römische Kaiser, der Schirm und Schimmer der Christenheit hat sie
mir freiwillig verliehen, und sie strahlet in die Welt. Er hat mich geehret, er
hat alle geehret, die nach mir herrschen, und er hat das Land
