's, Auerswald's, Lamberg's, Zichy's etc. etc.
sprachen. Solche kleine Zufälle haben ja nicht das mindeste bei dem erhabenen
Gange der Revolution zu bedeuten! Was tut's, wenn ein paar armselige
Reaktionäre, die, als solche, Verräter an der Sache des Volkes und der Freiheit
sind, mit einem Stilett bei Seite geschafft werden! Was tut's, dass die halbe
Welt untergeht, wenn nur die andere Hälfte als rote Republik floriert! so redet
Florentin und die Florentine - das kennt man zur Genüge!«
    »Was machte er denn in Amerika?« fragte der Graf.
    »Da gefiel es ihm durchaus nicht,« erwiderte Orest. »Ich fragte ihn, ob er
sich dort nicht recht gut als Arzt habe durchbringen können? Er behauptet Nein!
- Ein Arzt, der zu Fuß seine Patienten besuche - bekäme keine Praxis. Wer
Vermögen habe, oder wer sich auf Handels- und Spekulationsgeschäfte gut
verstände, der könne in Amerika Seide spinnen. Auch der Urwäldler. Aber Geld und
Arbeitskräfte müsse man tüchtig mitbringen. Übrigens habe er gar nicht den
Beruf, im freien Amerika zu leben.«
    »Das glaub' ich!« sagte der Graf; »auf Windeck lebt sich's anders! Nun, was
ist denn sein Beruf?«
    »Europa zur Freiheit zu verhelfen! Jetzt sitzt er hier und wartet auf seine
Zeit - schwört aber darauf, dass sie kommen müsse.«
    »Wovon lebt er denn?«
    »Darüber rückte er nicht mit der Sprache heraus! Ob sie eine Bundeskasse
haben, welche von den Reichen der Partei genährt wird, ob sie kommunistisch
leben, ob er Mitarbeiter an einem Journal ist, ob er Unterricht in der deutschen
Sprache gibt, ob das alles zusammen? ich kann's nicht behaupten! Auch England
schien ihm nicht sehr zu behagen. Er machte wütende Ausfälle gegen die Wucht,
womit die Klasse der Besitzenden, sowohl in der Aristokratie, als in der
Industrie und der Bank, auf der Klasse der Nichtbesitzenden drücke.«
    »Er muss sich in eine Gessner'sche Schäferwelt begeben,« sagte die Baronin,
»wo die ganze Gesellschaft mit weißen Kleidern mit rosenfarbenen Schleifen zarte
Lämmer an himmelblauen Bändern spazieren führt! denn die ganze wirkliche Welt
ist ja zu schlecht für seine erhabene Persönlichkeit.«
    »Einstweilen wünschte er nach Gessner's Heimat zu gehen, nach der Schweiz. In
Ermanglung jener Idylle findet er dort Gesinnungsgenossen. Auch ist er dort
näher an Deutschland, und darauf hat er nun einmal zärtlichst sein Augenmerk
geworfen.«
    »Nun, und wie kamt Ihr auseinander?« fragte der Graf.
    »Hat er sich gar
