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denen für dies Thema seine Nation so reich ist und deren Zahl auch jeder
einigermaßen gebildete Italiener durch die Kunst der Improvisation zu vermehren
weiß ...
    Deshalb wollt ihr die Freiheit für euch, unterbrach Monika seinen langen
Monolog, um sie wieder den andern Völkern zu entziehen!
    Wir wollen nur das Joch der Fremden brechen! rief Marco. Ein Volk von
Brüdern, von den Alpen bis zum Meere! Ein einziger Bund von Bruderstaaten!
Republik oder Monarchie, nur keine Trennung mehr!
    Aber dem Schlüssel Petri gönnt ihr dabei alle Pforten des Himmels, nur am
wenigsten die eurer großen Roma! Ihr wollt ihn ganz nur zu einem Heiligen machen
und aus der Liste der weltlichen Souveräne streichen! Aber tätet ihr das, so
hat ja eure letzte Stunde geschlagen! Alle katholischen Nationen würden sich zu
einem neuen Kreuzzuge rüsten und Rom würde, wenn es den Kampf aufnähme, zerstört
werden.
    Das ist schon oft geschehen! erwiderte Marco mit einiger Ironie. Ja, ich
weiß, es gibt Italiener, die unserm Glauben untreu geworden sind! Ich gehöre
nicht zu ihnen. Ich will den wahren christlichen Glauben und ich will, dass er
eine große Macht besitzt. Aber ein geistiges verjüngtes Rom soll herrschen! Der
Heilige Vater in Wahrheit ein Vater der Menschheit, erhalten von seinen
liebenden Kindern, zunächst von den Römern, die durch ihn ihre alte Freiheit und
Größe gewinnen müssen! Rom, der Sitz des Lichtes! Rom, die Sonne, deren Strahlen
die Erde erleuchten! Einst zitterte die Welt vor den Waffen dieser stolzen
Königin, aber schon damals brachten die Imperatoren mit ihren Adlern die milden
Sitten und eine Gesetzgebung, die die Freiheit selbst war und das Menschenrecht
und die geschriebene Vernunft! Roms Sprache ist die Sprache der Religion, der
Wissenschaft, der Denkmäler! In alle Sprachen der Barbaren musste sie eingeführt
werden, wenn sie die Gedanken der Zivilisation aufnehmen wollten, für welche
diese keinen Ausdruck hatten. Roms Bischöfe wurden die neuen Befreier der Welt!
Der Ring des Fischers drückt das Siegel auf alle Freiheitsurkunden, die noch die
Nationen den Händen ihrer Henker abtrotzen werden! Roms Hirtenstab hat die
Leibeigenen befreit, die Städte gegründet, die Gemeinden geschaffen, die
Republiken erleuchtet, sie geschmückt mit Bildern und mit Denkmälern des
menschlichen Geistes! Rom, ohne Waffen, Rom, ein Gedanke, hat allein dem
treulosen Korsen ins Auge zu sehen gewagt, mutiger, als Könige und Kaiser, die
vor ihm im Staube krochen! Durch Rom wird das Christentum erhalten bleiben als
ein linder Balsam, der das Gemüt von seinen Wunden heilt! Nicht, Signora, das
jesuitische Rom mein' ich, das ich hasse, weil die Jesuiten die Freiheit hassen
und die Unabhängigkeit der Völker und die wahre Größe
