. Jahrhundert ist bekannt.
250 Ein Trunk Wassers war Zeichen der Entsagung. Grimm, Rechtsaltertümer, 190.
Wer einmal in der letzten Stunde seines römischen Aufenthaltes zur rauschenden
fontani Trevi geleitet wurde, um bei Sang und Trank den Scheidetrunk zu trinken,
kennt diese Symbolik.
251 Vgl. Zellweger, Geschichte Appenzells. - Es ist eine interessante Aufgabe,
die alemannische Sprache Appenzells, die auch so, wie sie heutzutage gesprochen
wird, noch mannigfache Anklänge an das Altochdeutsch aus Notkers Labeos Zeiten
enthält, in ihren reichen dialektischen Formen und Wendungen zu verfolgen.
Gründliche Anleitung hiezu gibt Titus Tobler, Appenzellischer Sprachschatz,
Zürich 1837.
252 Jeremias IX, 1.
253 ... ecce elongavi fugiens et mansi in solitudine et exspectabam eum, qui me
salvum faceret. Vita St. Galli bei Pertz, Monum. II, 8.
254 S. Physiologus, ein Weistum von Tieren und Vögeln; von des aran geslâhte,
bei Wackernagel, Altdeutsches Lesebuch I, 165.
255 ... quantum sub sua cuculla potuit portare ...
256 »Es war etwa seit dem 8. Jahrhundert in Deutschland und Frankreich das
Verlangen heimisch geworden, die Kirchen mit irdischen Überresten von Heiligen
so reichlich als möglich und um jeden Preis zu versorgen. Dieses Verlangen hatte
im zehnten Jahrhundert einen neuen Aufschwung genommen und erreichte seine
höchste Glut in dem sächsischen Königshause. Otto der Große wusste keine größeren
Schätze zu sammeln als Reliquien und brachte besonders für sein geliebtes
Magdeburg einen großen Vorrat zusammen ... Da sich Kirchen und Gemeinden nur
selten freiwillig zugunsten anderer ihrer Reliquien entäusserten, so scheute man
sich nicht vor dem Mittel des Zwangs und Raubes, und als das Vaterland der
Heiligen, Italien, wo damals die Reliquien wenig geachtet wurden, sich den
Deutschen wieder auftat, da gehörte es zu den schönsten Aussichten der
letzteren, nun im reichen Masse, und zwar um Geld oder durch List oder auch mit
Gewalt ihr Verlangen erfüllen zu können. Dieser Sehnsucht scheint auch der
heilige Metro zum Opfer gefallen zu sein. ... Dass man aber, wenn man sich nicht
eines ganzen Heiligenkörpers bemächtigen konnte, auch damit zufrieden war, dass
man ein möglichst großes Stück hinwegbrachte, das hat Verona noch einmal
erfahren müssen« usw. Vogel, Raterius von Verona und das zehnte Jahrhundert I,
255 ff.
257 ... sô der tágostérno in scônero fárewo skînet. Worte der Notkerischen
Paraphrase des Marcianus Kapella.
258 »Den 4. November 1853 mittag 11 Uhr ist der Eremit Anton Fässler verunglückt
und ist totgefallen auf Pommen im Sail. Requiescat in pace.« Eintrag im
Fremdenbuch des Wildkirchlein.
259 ... in visitatione lactis.
 Dantur de Koldaribus in Seealpe XXX. casei, meliores alpinis caseis (
