 kosten. Das Verzeichnis
der fratres conscripti ist noch vorhanden. Es stehen darin Kaiser, Könige von
Deutschland, England, Frankreich, Prinzessinnen, Bischöfe und Grafen. Ildef. v.
Arx, Geschichte des Kantons Sankt Gallen I, 181.
33 Vidi egomet comites aliosque potentes, loci quoque milites, festis diebus
crucem nobiscum sequendo, juvenes et senes quosdam ad cingulum barbatos
monachicis indutos roccis nobiscum, quaqua ivimus, ingredi. Ekkeh. IV. casus S.
Galli c. 16.
34 ... will er zu nacht aber da buliben, so soll ieklich schuppose, die in den
hof hoeret, geben ein hun usw. Grimm, Weistümer I, 1.
35 ... canem seucem, quem »leitihund« vocant ... seucem, qui in ligamine
vestigium tenet, quem »spurihunt« dicunt ... Kanem, quem »bibarhunt« vocant, qui
sub terra venatur. Lex Baiuvarior. tit. 19 de canibus. S. auch Lex Alamannor.
tit. 83 de canibus.
36 »Der heber gât inlîtun
er trégit sper insîtun
sîn báld éllin
ne lâzet in uéllin.
Imo sint fûoze
fûodermâze,
imo sint búrste
ébenhô fórste.
únde zéne sîne
zvvélifélnîge.«
 Dies ehrwürdig alte Volkslied, das anscheinend entweder aus des Romeias
Jagdgeschichte entstand, oder von ihm seiner Jagdgeschichte zugrunde gelegt
ward, ist der Nachwelt erhalten durch die sanktgallische (vielleicht Notkersche)
Abhandlung über die Rhetorik, allwo es als geeignetes Beispiel hyperbolischer
Redeweise (nam plus dicitur, sed minus intelligitur) aufgeführt wird. Vergl.
Hattemer, Denkmale etc., Bd. III, p. 577.
37 S. Vita S. Galli bei Pertz Monum. II, 9.
38 Regula S. Benedicti, cap. 1.
39 In rauen Zeiten sucht der Mensch seinem Gott auch in rauer Form zu dienen.
Das Klausnertum sagte damals weltabgewandten Gemütern zu, und Beispiele von
solchen, die über zwanzig und dreißig Jahre lang solch eine freiwillig
auferlegte Einzelhaft trugen, beweisen, dass das physische Leben durch einen
starken, vom Glauben, etwas Verdienstliches zu tun, beseelten Willen lang
gefristet werden kann. In der Handschrift der sanktgallischen annales maiores
ist ein Abbild des Priester Hartker enthalten, eine unterwürfige, krummgebeugte,
demütig kasteite Gestalt in faltigem Mönchsgewand mit großer Tonsur und der
Überschrift: Hartkerus reclusus. S. Pertz Monum. I, 72. Diesem ist im liber
benedictionum folgender Nachruf gewidmet:
     »Wer hat ein härteres Los als Hartker, der Klausner, getragen,
    Der in beengender Haft sich dreißig der Jahre kasteite?
    Immerdar stand er gebückt, so niedrig war die Bedachung,
    Kissen des Kopfs war ein Stein. Auf diesem schlief und entschlief er,
    Und in Kreuzesgestalt die
