, diese Vielverschmähten, als die Menschen von dem
Staate, der sie quält, von der Kirche, die sie verdüstert, etwas lockerer und
loser lassen? Was wollen sie herstellen? Nur die große, bequeme Ordnung der
römischen Religion, die am Ende, wenn man aufrichtig sein will, nichts als ein
freundlicher Verkehr zwischen dem Laien und dem Priester und eine Art von
Gewissens-Arkadien ist. Arkadien ist überall, wo es keine Gewissensbisse gibt.
Die Jesuiten können, was sie bezwecken, kaum sagen. Es sind die eigentlichen
Triebkräfte der Welt, die mehr die Freunde des gedrückten Volkes heißen dürfen
als alle Demagogen im Purpur und in der Blouse. Was ist denn Das groß für
Sklaverei, zum römischen Stuhle zu gehören? Die leichteste, die lindeste ist's!
Eine viel lindere, als der weltlichen Obrigkeit ganz und gar verfallen zu sein,
wie Dies nun durchaus der Gang der Geschichte werden soll. Gegen diesen Gang
allein stemmen wir uns. Wir wollen nicht Rom retten, sondern den Menschen, der
Niemanden, nur Gott gehorche! Wir müssen die absolutistischen Ideen der Könige
verfolgen, weil sie den Begriff der Teokratie, d.h. der großen Gottes-Republik
der Welt vernichten; aber wir müssen auch die Revolution bekämpfen, nicht weil
sie den Kömgen schadet, sondern weil sie ihnen zuviel nützt, weil sie immer und
immer auf Centralisation dringt, weil sie die Menschen zu Maschinen eines großen
Staatszweckes macht, von dem die Priester, d.h. die Anwälte des reinen
Menschentums ausgeschlossen bleiben. Lieber Himmel, man spricht von Verdummung,
die wir beförderten! Wir finden nur, dass die Menschen selbst nicht wissen, was
das Salz der Erde ist. Absolute Staatszwecke, ob die der Republiken oder der
Monarchieen, sind nicht das Salz der Erde, und wenn wir sagen, von Rom gehen die
Adern, dieses Salzlagers aus, so kämpfen wir ja nicht für den Papst, sondern
durch den Papst für die ewige Macht Gottes, die größer ist als die der irdischen
Gewalten. Unser Orden denkt viel über die Zeit nach. Es gibt in ihm eine rechte
und eine linke Seite. Die rechte verdirbt leider viel, was die linke gut gemacht
hat. Es ist so schlimm, dass man den Namen Gottes nicht nennen kann, ohne gleich
zu sehen, dass die Menschen niederfallen und darunter die Aufforderung zur
Bigoterie verstehen. Unsere Bundesgenossin ist leider die fanatische
Religiosität, leider die Verfolgung des rationalistischen Lichtes; allein wir
verfolgen das Licht nicht um des Lichtes, sondern um des Leuchters willen, auf
dem es gemeiniglich steht, und um der Wände willen, die das Licht gemeiniglich
erhellen soll. Eine Aufklärung, die uns verderben will, müssen wir verfolgen
