 - dann sind wir wieder schnell und dienstfertig bei der
Hand, die gestürzten Rosse aufzurichten und zu ewigem Stillstand wieder
zurückzuführen in den alten Stall.
    Um nun auf das Nähere und auf Tatsachen überzugehen: der Kommunismus
predigt das Himmelreich auf Erden. Und mit dieser Predigt wendet er sich an alle
Diejenigen, welchen freilich bis jetzt die Erde nichts weniger sein kann als ein
Himmel! An die Armen, Niedriggeborenen, Unerzogenen, Entsittlichten wendet man
sich zuvörderst mit dieser neuen Lehre - mit einem Wort an die niedrigsten
Klassen, an die untersten Schichten der Gesellschaft, deren Hefe: die
Proletarier, den Pöbel. Also an die Mehrzahl der Menschen - an den großen
Haufen. Und an den Orten, wo sich dieser in der tiefsten Erniedrigung,
Verwahrlosung, Rohheit und Unwissenheit befindet, wird es am leichtesten sein,
ihn zu alle den Dingen aufzureizen, welche endlich - wenn auch auf langen
Umwegen - zu uns führen.
    Wir haben bisher unsere Herrschaft doch meist auf die Macht und den Glanz
der Hochgestellten gebaut - jetzt müssen wir sie neu gründen, auf das Elend, auf
den Schlamm der in Gemeinheit und Erniedrigung Versunkenen. Einzelne passende
Werkzeuge für unsere Zwecke mussten wir uns immer unter ihnen wählen - aber jetzt
gilt es mehr, jetzt gilt es nicht bloß Einzelne passend zu verwenden, jetzt gilt
es, sich der Menschen zu bemächtigen, durch die Massen zu wirken.
    Es ist keine Frage: die Massen leiden -
    Alles Unglück macht die Menschen zu Verbrechen fähig, von denen sie im Glück
sich nimmer Etwas träumen ließ - der Hunger aber vollends macht die Menschen
zu reißenden Tieren.
    Trachten wir also uns allen Reformen zu widersetzen - gleichviel, ob sie von
weisen Regierungen oder von schwärmerischen Oppositionsparteien ausgehen -
welche sich damit beschäftigen, den Notstand der armen Arbeiter zu lindern und
durch Volkserziehung und eben so milde als weise Gesetze auf eine allmähliche
Hebung der unteren Klassen hinzuwirken. Führen wir in der Stille Krieg mit diesen
Regierungen, mit dieser Opposition und halten wir es nur mit einer Partei - mit
den Kommunisten. Aber diese dürfen nicht ahnen, dass wir ihre Freunde sind, so
wenig als jene, dass wir ihre Feinde. Es gilt, sich jetzt mehr als jemals in
undurchdringliches Dunkel zu hüllen.
    So groß als die Kommunisten sie schildern wollen, ist die allgemeine Not
nicht - besonders sind die Massen noch gar nicht zum Bewusstsein ihres Elendes
gekommen. Wir müssen also streben, sowohl sie dahin zu bringen, als auch die
allgemeine Not der Armen und Arbeitenden selbst noch in der Wirklichkeit zu
vergrößern.
    Der Kommunismus predigt das Himmelreich auf Erden. Er will es in seinem
Wahnsinn dadurch verwirklichen, dass er Staat und Kirche als von ihm unmenschlich
und unnatürlich genannte Einrichtungen aufhebt, dass er Politik
