 Lichtelement, - der alles umfangende Schoss dessen,
was der Geist begreift. - Dies Begreifen ist ein Lichtschöpfen; das ist der
Gedanke. Denken ist, einen Leib annehmen, das ist Wirklichwerden! - Wer aber
dies Wirklichwerden erzeugt, der ist eine erschaffende Kraft! Diese Kraft ist
die Unsterblichkeit im Menschen, wer sie übt, der kann nicht vergehen, was aber
nicht in ihr liegt, das ist Asche, die niederfällt, wie der Schnee niederfällt
von der Himmelsfeste. Diese Geistesasche liegt schützend über dem nachkommenden
Weltenfrühling, er wird durchdringen mit seinen tausend und aber unzählbaren
Flammengeschlechtern, die alle zur Unsterblichkeit sich aufschwingen, die alle
Tatkraft werden der Erschaffung! Ja, das ist die Werkstätte des Gottes, sie
heißt Weltengeist, in ihr wirkt die Menschheit das Unendliche, nur um selbst
unendlich zu sein! - Und ich bedenke dies und frage mich, was für ein Werk in
der Schöpfung soll ich doch vornehmen? - Damit ich meine Unsterblichkeit feste
und sie durch die Ewigkeit strahle, denn alles Tun ist nur Selbsterhaltung, und
was ich nicht belebe mit meinem Geist, in dem bin ich gestorben, aber den Tod
soll ich bezwingen, das ist die Aufgabe der Unsterblichkeit.
    Wie tief fühle ich's, dass es so ist und sein muss! - Und ich getraue mir, in
meinem Geiste diese Schöpfung fortzuführen in dem, was mir am nächsten liegt,
was mich anspricht um Erlösung! - Es sind die Blumen, die wollen von mir
begriffen sein, allerdings um ihrer selbst willen! - Sie sind verstanden in
allen Winken, die sie uns geben, so sind sie in eine neue Sphäre geboren, und
auch sie sind unsterblich durch den Begriff, der sie immer weiter erzeugt! - so
ist's gewiss, dass sie eine Sprache führen, die ganz mit unsern Empfindungen
verwandt ist, sie reden also mit uns! - Nun? - Haben wir denn keine Antwort? -
Keine Mitteilung ihnen zu machen? - Ach nein! Eine Blume ist ja nur ein
Fragzeichen der Natur; - die ganze Natur ist Sprache, die Blume ist ein Wort,
ein Ausdruck, ein Seufzer ihrer vollen Brust! - Ja die Blume spricht auch für
sich zu Dir, aber die ganze Natur bedarf ihrer, um sich selbst auszusprechen,
und alles Sein ist ihre Sprache, so redet die Natur mit dem Geist! Und diese
liebende Unterhaltung ist die Nahrung des Geistes, daraus schöpft er seine
Unsterblichkeit, dass er sie begreifen lernt und durch den Begriff sie eben
forterzeugt. Also ein Erzeugender kann nicht sterben, denn in ihm würde die
Unsterblichkeit untergehen! -
    O lache mich nicht aus mit meinen Reden, es ist nichts, es ist Kopfweh,
unendliche
