 tausend Dichter, es ist nur einer, die andern
klingen ihm nur nach; - klingen mit. - Wenn eine Stimme erschallt, so weckt sie
Stimmen. Dichter ist nur, der über allen steht. Der Dichtergeist geht durch
viele, und dann konzentriert er sich in einem. - Oft wird er nicht erkannt und
doch steht er höher als alle. - -
    Wer nicht andre Wege geht, als die schon gebahnten und angewiesenen, der ist
nicht Dichter. Und wenn nicht auf eigenem Herd das Feuer brennt, das ihn
erleuchte und wärme, der wird kein anderes dazu beraten finden. Lodert aber auf
Deinem Herd die Flamme, dann wird jede Dir leuchten und alle Dich wärmen. - Man
kann ruhen im Geist, man kann tätig sein im Geist; aber alles was nicht im Geist
geschieht, ist verlorne Zeit. - Es wird wohl selten dem Dichtergeist sein Recht
getan, der kühne Adel jener Gedanken, die wir als Dichtung erfahren, sollte wie
Helden uns ewig imponieren. - - - Und so schwätzten wir noch ein Weilchen, und
nicht alles hab ich behalten, was sich da ergab, - aber der Ephraim war blass,
und sein Enkel brachte ihm noch einen Mantel; einmal will ich ihn noch sehen. -
    Auf dem Turm gewesen, aber nichts aufgeschrieben, es tut mir leid, dass ich
mich vom Turm trenne; wo wird's wieder so schön sein und was hab ich den Sternen
nicht alles zu verdanken. Sie haben mir Wort gehalten. Nicht wahr, sie haben uns
beide zusammen gepflegt, und was sie mir sagten, das haben sie auch Dir gesagt,
- und wir waren beide recht verschwistert in ihrer Hut. - Wie wird's sein, wenn
ich wiederkehre? - Diese vier Monate meines Lebens, ich konnte sie nicht schöner
zubringen. - Nicht wahr, Natur und tiefer Geist, die haben mich hier freundlich
empfangen, die zwei Genien meines Lebens. Der Ephraim. - In was für einer Welt
leb ich denn? - Ich träume, jawohl, ich schlafe, und die großen Geister haben
mich in den Traum begleitet und haben zwischen die irdische Welt sich gestellt
und mich, und so hab ich ein himmlisch Leben geführt. Wenn ich in diese Zeit
schau, so ist sie wie ein Diamant, der mir vielmal die Sonne spiegelt. - Du hast
mir gleich gesagt: »Geh mit,« und Du hast recht gehabt, - so hast Du auch gewiss
recht, dass ich mit nach Kassel geh, ich geh auch mit großem Zutrauen, nichts
darf länger währen, als nur die leiseste Anregung es mochte gestatten.
    Ihr guten Studenten! Heut haben sie wieder nach den Rosen gesehen, -
