 und nicht später.« - »Hoho!« riefen die Andern: »Friedrich! Dir funkeln
schon die Finger nach der Plünderung; aber so schnell wird's nicht sein können!«
- »Gott soll mir helfen;« beteuerte der Jude: - »entweder morgen, und ich bin
dabei, oder nicht - morgen, und ich ziehe ab meine Hand.« - »Dummer Hecht!«
versetzte der Leuenberg: »hier können wir nicht ohne Dich sein, Du sollst uns
den Pöbel aufhetzen lassen, dass er an dem Spiele Teil nehme, Du sollst uns zu
den Kisten und Kästen der Reichen führen, und uns zeigen, welches Haus früher
brennen muss, als das andre.« - »Das will ich!« versicherte Zodick: »aber ich
will verkrummen, und schwarz werden wie die Nacht, so ich's an anders tue, denn
morgen. Ich will nicht haben umsonst mich gestürzt in die Gefahr des Todes; denn
auf diesen Gassen liegt der Strick für meinen Hals; ich will Euch friedigen die
Lust nach, und die Lust nach Rache.« - »Geld und Rache!« rief Hornberg: »Bei
Donner und Strahl! der Jude, - Friedrich, wollt' ich sagen - hat Recht. Ist's
denn nicht auch unsre Losung? Geld für uns! Rache für Bechtram's Henkertod!« -
»Ganz recht!« polterte Leuenberg: »die Pest auf die Frankfurter und der rote
Hahn ihre Häuser; aber noch einmal: nichts übereilt! Vorsicht; ihr Freunde!« -
»Versäumen wir's um einen Tag,« erläuterte Zodick, »so gehen die reichsten
Niederländer fort, denn schon stehen leer ihre Gewölbe, und voll sind ihre
Kasten; zaudern wir, so geht für mich verloren das höchste Glück der Rache. Mein
Feind, der junge Frosch, macht morgen Hochzeit. Hat er gewonnen die Hand der
Braut, soll er doch nicht gewinnen ihren Leib. Ich schlachte ihn am
Hochzeitschmause mit seinem Ette, und will nichts weiter dafür, Herr von
Leuenberg; aber ich will lahm werden wie ein Hund, wenn sie nicht die Ersten
sind, die da kriegen den Talles. Ich hab's geschworen, ihr Herren, und halten
will ich's bei Gott!« - »Den jungen Frosch! den alten Sünder daneben?« fiel
Leuenberg wild ein: »Vortrefflich! das bewegt mich, und bringt mich zu Allem. Am
Hochzeittag? Drauf und dran! Bei dem blutgen Hochzeitsmahl tanz ich mit meiner
Grete den Kehraus und mit Wallraden. Sie haben's um mich verdient!« - »In
Gottesnamen! wie Ihr wollt!«
