 Lande her in Eisleben einreitet und die ansteigende Kirche und
den niedersteigenden Bergbau wahrnimmt, findet die Vorstellung seiner Kindheit:
dass der Ort, wo so ein Mann wie Luther geboren und gestorben, auch dem Auge
schon ausgezeichnet sein müsse, überraschend erfüllt; neben der festen dauernden
Sitte, welche die kleineren Städte von Sachsen vor dem übrigen Deutschlande
schon im Äußeren durch ordentliche Erhaltung und Reinlichkeit kenntlich macht,
hat die Umgebung der Kirche noch etwas besonders Ernstes und Feierliches; älter
als Luther, scheint sie doch seinetwegen erbaut, dass Gottes Wort lauter und klar
darin gepredigt werde; sein Haus ist nicht erneut, aber altertümlich genug, um
die neugierigen Reisenden in die ernstere Gesinnung einer früheren Zeit unseres
Vaterlandes zu versetzen.
 
                            Beschreibung und Stellen
Sein Famulus Wolfgang Sieberger, mit dem er viel Gelehrteit trieb, den er um
Gotteswillen nährte, scheint bei allem Guten doch ein Langschläfer gewesen zu
sein und sich mit seinem Finkenherde viel abgegeben zu haben. XIV. B. Seite
1358. Klageschrift der Vögel an Luther über seinen Diener Wolfgang Sieberger.
Beschreibung seines Wappens.
Abteilungen der Briefe: I. Weltliche Angelegenheiten, die ihn nichts anders als
durch seinen guten Willen angingen, (hier war er zuweilen in aller Gutmütigkeit
Hofnarr). 2. Äusserliche Lebensverhältnisse. 3. Innere Beziehungen seines Lebens
ohne Verhältnisse zur allgemeinen Geschichte. 4. Charakteristische Äußerungen.
5. Verteidigungen gegen Vorwürfe.
 
                       [Anmerkung von Bettina von Arnim]
Dies Wenige wurde aus der umfangreichen Sammlung der Notizen gewählt, zum
bessern Verständnis der Kronenwächter, nach deren ursprünglichem Plan,
Geschichte, Sitten und Gebräuche von ganz Deutschland in vier Bänden umfasst
werden sollte.
 
    
