 schallt zurück,
Aus jeder Nachtigall,
Die in dem Garten sucht ihr Glück
In weißer Blüten Fall,
O dieser Schnee, er ist so heiß
Und dieser Duft so süß,
Wer's Frevel nennt, ich sag es leis,
Dies ist das Paradies.
Anton, gespornt durch Erinnerung an die Vermissten, fühlt, dass die Welt des
Herrschens nicht im Alleinsein bestehe, er sei nicht von der Einsamkeit ein
Waffenbruder. - »Wenn ich meinem Urbeginn entspreche, lüge ich dann; - Und
diesem Trotz zu lieb soll ich nach Gelüsten untergehen im Zorn aus Schwere des
Leidest« Er steigt herab von der Höhe, um seine allegorische Welt aufzusuchen -
er kommt zu Dürer, dessen Kunst ihm gefällt, der aber selbst nichts auf das
achtet, was Anton zu finden hofft. Cranach in seinem aristokratischen
Diensteifer für Fürsten, geht näher auf seine Hoffnungen ein - Kunstgespräch
zwischen beiden - der Kunstberuf greife ein in die Umbildung der Welt, nur sie
begründe den Frieden, in welchem zugleich alle Elemente des Krieges bedingt
sind. - »Aller Kampf ist nur, um entsagen zu lernen - die Kunst lehrt es - du
kannst sie nicht an dich reißen, aber du kannst ihrer teilhaftig werden. Du
kannst ihrer nie Meister werden und doch als Meister erkannt, wenn sie dich
beherrscht. - So das Volk, erkennt den als Herrscher, in dem es verklärt sich
gespiegelt findet. - Neidest du den Höheren, so trete ihn kühner an, er wird
dich bezähmen und gefangen nehmen, und dies wird deine Ehre erhöhen, nicht sie
beleidigen, du willst ja ihn erreichen, nicht ihn verderben, der die Welt trägt
und hebt durch sein Werden und Lernen. Ein neuer Tag, vom Geist der Kunst
durchdrungen - des Künstlers ewig schaffende Verklärung ist's, was den Frieden
begründet mitten im werbenden Kampf höherer Entwicklung.«
    Langer Bericht über Luther und Melanchton. Anton wird Protestant und wieder
über den Protestanten hinaus. Mit der Zweifelhaftigkeit der Tat kommt ihm der
geistige Zweifel, aber doch eben dadurch vergeistigt.
    Predigten Luthers über die Unruhen. Beschreibung und Stellen. »Der Tod ist
verschlungen in den Sieg. Gott aber sei Dank, der den Sieg gegeben hat.« Kor. I.
15, 55.
    »Ihr seid teuer erkauft, werdet nicht der Menschen Knechte.« Kor. 17, 23.
»Und so jemand kämpfet, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.« Ep.
II. Timot. »Denn Gott hat nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft
und Liebe und Zucht.« II.. I, 7.
    »Darum lieben Brüder, fleissiget euch des Weissagens und wehret nicht mit
Zungen zu
