 sehr zufrieden, es werde bald
ganz gut werden. - Eines Tages sagte der Knabe, er werde seinen Vater bald
sehen, und wirklich kam Waller den Nachmittag aufs Schloss geritten und brachte
der Gräfin einen prächtigen, mit einem Helmgefässe in Bronze verzierten
Kürassierdegen, den der hässliche Baron in einem der ersten Gefechte erbeutet.
Seine Beschreibungen von der Armee waren sehr lächerlich; er hielt sie für eine
große Fuchtelmaschine und erzählte, wie der Schweizer vor den Gefechten so herum
schleiche und heimlich seine heiligen Bilder mit Segenssprüchen zu hohen Preisen
absetze, und wie der Prinzenhofmeister nach der Schlacht unter dem Schutze des
Barons eine große Pharaobank aufgeschlagen, um den Rest des Geldes an sich zu
reißen. Alle Taschen hatte er mit lustigen Soldatenliedern gefüllt, und im Lager
hatte er ein großes Puppenspiel gehalten, worin er sich über alle kommandierende
Feldherren unter veränderten Namen aufgehalten. »Keine Art von Menschen«, rief
er, »hat mehr Sinn für echt lebendige Kunst als gemeine Soldaten, keine so wenig
Sinn und Urteil als Offiziere; ihr bisschen Taktik und ihre steifstellige Ehre
und ihr schiefer Hut hindern sie einem Spaß gerade in die Augen zu sehen; sie
möchten gern recht vornehm fühlen, und da schämen sie sich mit den Soldaten zu
lachen, wo sie es nicht kommandiert haben.« - Nach seinen Kindern hatte er
weiter kein Verlangen, aber wohl nach seinen Werken, die damals so schnöde aus
dem Wagen geworfen. Welcher Schrecken, als ihm der Graf den hohen Turmknopf als
ihren gegenwärtigen Ehrensitz zeigte, und ihn fragte, ob er Lust hätte sich da
hinaufziehen zu lassen, um die Kugel aufzumachen, und nachzusuchen. Er warf sich
schwindelnd an die Erde und glaubte schon oben zu stehen, so stark trieb ihn die
Versuchung dahin, er schwor, dass er hinauf müsse, und koste es ihm das Leben.
Vergebens stellte ihm der Graf die künftige Unsterblichkeit vor, wenn nach
mehreren Jahrhunderten der Kirchenknopf eröffnet würde, vielleicht bliebe er
dann allein noch übrig von allen Dichtern; er wollte den Ruhm in seiner Zeit und
es musste alles angeordnet werden, um die Kugel wieder zu eröffnen. Sehr
beschäftigt mit diesem Gedanken, bat er sich zu seiner Stärkung ein neues
Getränk aus, das allen im Schloss noch gänzlich unbekannt war, er nannte es
einen Brenner und bereitete es selbst. In eine große breite, nicht allzu tiefe
Porzellanschale goss er mehrere Flaschen Rum und drückte ein paar Zitronen
hinein, dann legte er zwei Degen quer über und auf die Degen große Stücken
Zucker; nun bat er die Gräfin die Flüssigkeit mit einem seiner Gedichte
anzuzünden. Als die Flamme blau aufloderte, löschte er die Lichter aus, und bald
erschienen die Menschen umher wie Geister, nämlich so wie Geister gewöhnlich
gedacht werden
