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welcher ihm einst einen goldenen Schlüssel zufällig bringen würde, dieser Mann
würde an einem verborgenen Orte ein altes talismanisches Kleinod, einen
Karfunkel zur Krone finden, zu welchem die Stelle noch leer gelassen sei. Der
Ort selbst ist auch im Pergament beschrieben. - Nach dieser Beschreibung macht
sich Heinrich auf den Weg nach einem Berge, er trifft unterwegs den Fremden, der
ihm und seinen Eltern zuerst von der blauen Blume erzählt hatte, er spricht mit
ihm über die Offenbarung. Er geht in den Berg hinein und Cyane folgt ihm
treulich nach.
    Bald kommt er in jenes wunderbare Land, in welchem Luft und Wasser, Blumen
und Tiere von ganz verschiedener Art sind, als in unsrer irdischen Natur.
Zugleich verwandelt sich das Gedicht stellenweise in ein Schauspiel. »Menschen,
Tiere, Pflanzen, Steine und Gestirne, Elemente, Töne, Farben, kommen zusammen
wie Eine Familie, handeln und sprechen wie Ein Geschlecht.« - »Blumen und Tiere
sprechen über den Menschen.« - »Die Mährchenwelt wird ganz sichtbar, die
wirkliche Welt selbst wird wie ein Märchen angesehen.« Er findet die blaue
Blume, es ist Matilde, die schläft und den Karfunkel hat, ein kleines Mädchen,
sein und Mathildens Kind, sitzt bei einem Sarge, und verjüngt ihn. - »Dieses
Kind ist die Urwelt, die goldne Zeit am Ende.« - »Hier ist die christliche
Religion mit der heidnischen ausgesöhnt, die Geschichte des Orpheus, der Psyche,
und andere werden besungen.« -
    Heinrich pflückt die blaue Blume, und erlöst Mathilden von ihrem Zauber,
aber sie geht ihm wieder verloren, er erstarrt im Schmerz und wird ein Stein.
»Edda (die blaue Blume, die Morgenländerinn, Matilde) opfert sich an dem
Steine, er verwandelt sich in einen klingenden Baum. Cyane haut den Baum um, und
verbrennt sich mit ihm, er wird ein goldner Widder. Edda, Matilde muss ihn
opfern, er wird wieder ein Mensch. Während dieser Verwandlungen hat er allerlei
wunderliche Gespräche.«
    Er ist glücklich mit Mathilden, die zugleich die Morgenländerinn und Cyane
ist. Das froheste Fest des Gemüts wird gefeiert. Alles vorhergehende war Tod.
Letzter Traum und Erwachen. »Klingsohr kommt wieder als König von Atlantis.
Heinrichs Mutter ist Fantasie, der Vater ist der Sinn, Schwaning ist der Mond,
der Bergmann ist der Antiquar, auch zugleich das Eisen. Kaiser Friedrich ist
Arktur. Auch der Graf von Hohenzollern und die Kaufleute kommen wieder.« Alles
fließt in eine Allegorie zusammen. Cyane bringt dem Kaiser den Stein, aber
Heinrich ist nun selbst der Dichter aus jenem Märchen, welches ihm vordem die
Kaufleute erzählten.
    Das selige Land leidet nur noch von einer Bezauberung
