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Zurückkehren ohne Erfolg diese entsagende Trauer in ihm.
    Sein heftiges Begehren nach mir erklärt sich leicht hieraus. Wenn er mit
seiner mächtigen frühreifen Phantasie den kleinen spärlichen Kreis seiner
Erfahrungen durchläuft, so ist ihm sein Aufenthalt bei mir der reichhaltigste
Punkt. Das Einfache reizt ihn nicht mehr, weil es zu innig und zu schmerzlich
mit ihm verwebt ist. Schmerzlich sage ich, weil er an ihm ermüdet ist. Je
einfacher das Leben eines phantastischen Gemüts ist, je drückender wird ihm
seine Umgebung; seine Anlage zu erfinden wird vielfältiger gereizt, und weil die
Sache, an der er bildet, ihm nie entgegenkömmt, sondern er ewig an seinem
Zusatze zusetzen muss, um weiterzukommen, ermüdet er eher. Um eine grade Linie
können mehrere Wellenlinien gezogen werden als um die Wellenlinie. Eusebio hat
sich sein Dasein schon so sehr mit den Gewinden seiner Phantasie umschlungen,
dass er die einfache Linie nicht mehr kennt, und gleichsam in den
selbstgesponnenen Netzen seiner Einbildungskraft gefangen liegt.
    Ich würde schon zu Ihnen und dem kleinen Insassen meines Herzens gekommen
sein, wenn ich Godwi, Ihren Gast, nicht vermeiden müsste, denn wir sind uns beide
gleich gefährlich.
    Sie haben mich gelehrt, meine Handlungen nach allgemeinen Gesetzen um der
Ruhe und Gesetze willen zu beschränken, ohne deswegen meine Art zu fühlen,
welche die Eigentümlichkeit meines Zusammenhangs mit der Natur bestimmt, zu
erdrücken - und auch ohne dies ist es mir nie möglich gewesen, mich wie eine
Bürgerin in die freie Welt hinein zu heucheln, das Gepräge meiner Seele ist zu
tief, es konnte nicht erlöschen, und ich bin schon insoweit vor der Verfolgung
der Bürgertugend geschützt, als man von mir, als einer reichen Engländerin,
sonderbare Streiche prätendiert. Doch dies hat mich nicht bestimmt, Godwin zu
lieben, nicht, ihn von mir zu weisen. Ich habe das erste gemusst und das zweite
gewollt. Er ist einer der wenigen, die, bei großer Macht in sich, dennoch nichts
von ihrer Kraft entbehren können, weil ihnen ein ebenso großes Leben
entgegenliegt. Das Leben liegt vor solchen Menschen wie ein erzhaltiges Gebirg,
sie müssen hindurch, und alles gewinnen, aber die Kunst des Bergmanns und des
Scheidekünstlers ist ihnen versagt, sie müssen die Strahlen des Lebens in dem
Brennpunkte ihres Herzens vereinigen, um, eine einzige Glut vor sich herwerfend,
sich eine Bahn durch die Goldadern zu glühen, wo andre mit tausend
Hammerschlägen sich kaum den Schacht eines Grabes erarbeiten zwischen
emporgeworfenem Schutte, der Pyramide ihrer Endlichkeit. Hier im Lande klettern
die Kinder an diesem Denkmale des Vaters in die Höhe, um sich in der Kunst des
Sturmlaufens im Dienste des Vaterlandes zu üben.
    Ich habe ihn von mir gedrängt aus Liebe zu ihm. Er ist zu sehr für
