, und ihr werdet
glauben, dass die Natur immer Gutes will, und dass die Gewitter über euren
Häuptern, die Luft reinigen, welche ihr einatmet, und die Erde fruchtbar
machen, welche ihr anbaut. Ist es nicht wunderbar, fährt er fort, dass die
Bewohner der alten Welt, noch vor den Wirkungen des Donners und des Blitzes
zittern, während die glücklichen Amerikaner, welche erst seit gestern da sind,
unter ihren aufgerichteten Eisenspitzen ruhig schlafen, und die Gewitter als
nötige und nützliche Lufterscheinung betrachten? - Wie weit war der Erbauer von
Boston 1626 von der Vermutung entfernt, zu denken, dass auf dieser Halbinsel
eine der reichsten Städte entstehn, und 78 Jahre nach ihm, dort ein Mann,
Benjamin Franklin, geboren würde, welcher sein Genie zu den Wolken erheben, und
ihren Blitzen einen abgeänderten Weg vorzeichnen würde! Wie sehr sollten die
Griechen diesen Mann verehrt haben, da sie dem Triptoleme und die Ceres
vergötterten. - Diese einfachen Ideen und Betrachtungen erfüllen meine müßigen
Augenblicke, aber bald wird die Entwickelung der Vernunft und des Characters
meiner Kinder, mir eine edlere Beschäftigung darbieten. Schon führe ich sie auf
das Feld, leite ihre Gedanken und Gefühle, lege den ersten Saamen der
allgemeinen Moral in ihre jungen Seelen. Rechtschaffenheit, Wahrheit,
Menschenliebe, Gehorsam gegen die Gesetze, den Geschmack an Landbau und
einfachen Sitten. Der Friede und die Einigkeit in meinem Hause, der tägliche
Fleiß welchen sie sehen, wird ihnen, hoffe ich, die nämlichen Neigungen und den
nämlichen Geschmack einflößen, welche das ruhige Glück meines Lebens
gründeten.«
    Wattines fragte mich nun, ob ich nicht, wie er, in dem Bilde des täglichen
Lebens dieses Kolonisten, etwas ungemein anziehendes fände? Ich konnte nicht
anders als ja sagen, und dabei allen Landleuten diese Grundsätze wünschen. -
Jetzt sagte Wattines etwas ernst: ich bin überzeugt, dass Sie in Ihrem Herzen
dieses denken, aber wenn Sie, wie ich, Familienvater und Landmann wären, so
würden Sie auch stuffenweis mit St. John bis zu dem Enthusiasmus gestiegen sein,
welcher meine Seele durchglühte, als ich unserm vortrefflichen Vandek versprach,
ihn nie zu verlassen, den Boden, auf welchen er mich führte; denn musste nicht
Dankbarkeit in meinem Herzen reden? hat nicht Vandek als väterlicher Freund an
mir gehandelt? hat er nicht bei dem Vorsteher alles für mich erhalten, und floss
nicht aus Vandeks Hand erquickender Trost auf das Leben meiner Emilie und meiner
Kinder? Habe ich nicht bemerkt, dass ich, dass meine Familie einen hohen Wert bei
Vandek haben? Kann ich an das denken, was er für mich und die Meinigen war, und
nicht wünschen, etwas für ihn, für die Seinigen zu tun? - Emilie
