 Innern für uns denkt,
und wie er die Wünsche beantworten würde, ihn immer bei uns zu sehen. Mein Herz
wurde gerührt da wir ihn gleich auf dem schönen Platze fanden, welchen Oneida
ihm zu danken hat, und Sie horten in dem, was Vandek sagte, wirklich den Wunsch
von uns allen. - Wattines Antwort war schön, und bewegte mich besonders, da ich
von der Betrachtung durchdrungen wurde, es sei ungerecht, den edlen Mann bei uns
anfesseln zu wollen, da moralische Schwärmerei ein herrschender Zug seines
Characters zu sein scheint, so ist er fähig, aus Dankbarkeit gegen die innern
Wünsche seines Herzens zu handeln. - Mich beruhigte der Gedanke, dass wir ein
gewisses Mittel in Händen haben, dieses Übermaß der Dankbarkeit zu hindern;
denn er soll bei der Übergabe der Insel, der Freiheit versichert werden, mit
ihr zu tun was er will. -
    Diese Erklärung des Vorstehers machte mir viel Vergnügen, und gewiss nach
allem was Sie von unsern Kolonisten wissen, werden Sie mit mir sagen: die Stadt
Oneida wird unter glücklichen Anzeigen gegründet. - Ich konnte nicht
einschlafen, hundert Bilder von der künftigen Gestalt der Insel, Begierde
sogleich zu wissen, wie sich Emilie und Wattines bei Ankündigung des Geschenks
von dem Kongress benehmen würden, und andre Phantasien erlaubten mir nichts als
abgebrochnen Schlummer. Früh war ich auf dem Platze, welcher noch bearbeitet
werden musste. Ich speiste bei Wattines, und in der kleinen Ruhestunde fragte ich
nach der Ürsache des so feierlichen Tons seiner Antwort an Vandek, und bekannte
freimütig, dass ich es erklärt wünschte, indem mich dünkte etwas
außerordentliches darin bemerkt zu haben. Er lächelte mir zu und sagte:
    Ihre genaue Achtsamkeit auf die Bewegungen meiner Seele, ist mir sehr
schmeichelhaft, und mich freut, dass alle so sind, dass ein rechtschafner Mann sie
ohne Widerwillen betrachten kann. - Ich war gestern in Wahrheit ernstaft
gestimmt, wozu mich der Auszug des Lebens der St. Johns geführt hatte: ich
wollte erst nur die Beschreibung der Bienenjagd nachlesen, um ihren Vorteil
durch meine Erfahrungen auf der Insel deutlicher und nützlicher zu machen. Das
ganze Bild dieser Familie von St. John ist aber so anziehend, dass ich es mit
erneuter Aufmerksamkeit las, und über das Schicksal seines Vaters nachdachte,
der auch edler Franzose war, durch den Fanatismus der Religion aus seinem Lande
nach Amerika getrieben wurde, wie mich der Fanatismus der neuen politischen
Regierung durch ihre Grausamkeit hierher jagte. Ich war wie der Vater von St.
John, froh, weit von meinen Verfolgern entfernt, Sicherheit des Lebens und
Ackerland gefunden zu haben; welches durch meine Arbeit mich und die meinigen
ernährt. Schon dieses Gefühl machte mir den Boden lieb, auf welchem ich wohne
