 Konsonanzen nennt, wenn man die
dritte Oktav (acht) im zweigestrichnen C noch hinzunimmt.«
    »Überhaupt sind Konsonanzen die Töne der Dreiklänge, die zu ihrer
Vollständigkeit keinen vierten nötig haben. Der verminderte Dreiklang ist schon
ein Bruchstück der kleinen Septime.«
    »Die Oktave, 1 und 2, stimmt so mit dem Grundton zusammen, dass die Töne dem
Ohr fast nur zu Einem Ton werden. Sie ist die vollkommenste Konsonanz, und will
durchaus rein sein. Die Griechen liebten sie vor jeder andern; ihr Chor soll in
ihrem besten Zeitalter nur daraus bestanden haben. Sie gleicht Vater und Sohn.
Auch das Auge liebt dieses Verhältnis; und in der Baukunst gibt es die
schönsten Türen und Fenster.«
    
    »Die vier Oktaven unsers Systems sind wie Knabe und Jüngling, Mann und
Greis; der Umfang von Gefühlen des menschlichen Lebens. Was wir an Tiefe von
Kenntnissen gewinnen, verlieren wir an Stärke und Behendigkeit.«
    »Der Oktav am nächsten kommt die Quinte, in dem Verhältnis von 3 zu 2. Sie
ist der himmlische Geist, der den schon organischen Stoff ausbildet, und darin
strahlt und glänzt.«
    »Dann erhebt sich die Quart, 4 zu 3, in der zweiten Oktave zur höheren
Ausbildung und Festigkeit.«
    »Und endlich die große Terz, 5 zu 4, als das Herz, der Sitz vom Leben und
vom frohen Gefühl des Daseins in höchster Vollkommenheit.«
    »O, wär' ich Pythagoras, um Ihnen die entzückende Vollkommenheit aller
Urgeschöpfe in den geheimnisvollen Verhältnissen von 1, 2, 3, 4 und 5 tief genug
auszuempfinden und zu schildern!«
    »Dann ertönt die Oktav, 6, von der Quinte 3; und es entsteht die kleine
Terz, das eingestrichne G zu dem eingestrichnen E, in dem Verhältnisse von 5 zu
6: der Geist schon nicht mehr im Schaffen und freien Wirken, sondern wie vom
Himmel verbannt, hienieden auf der Erde umherschauend; wenn ich das Bild noch
ferner anwenden darf.«
    »Die große und kleine Sext sind nur umgekehrte Terzen. Die große liegt schon
in der ersten Quinte, dem ungestrichnen G, und der großen Terz, dem
eingestrichnen E, da; und verhält sich wie 5 zu 3. Die kleine Sext entsteht,
wenn die dritte Oktave des Grundtons, das zweigestrichne C, 8, zu der großen
Terz, 5, sich hören lässt. Und dann strömt die ganze Harmonie aller Konsonanzen
in vollem Leben durch die Luft.«
    »Das Verhältnis von 1 zu 7, oder - nach der zweiten Oktave, dem
eingestrichnen C, berechnet - das Verhältnis von 4 zu 7, welches mit CEG die
Verhältnisse von 4, 5, 6 und 7 ausmachen würde,
