 Es ist
sonderbar, rief er aus dass man es dem Manne verargt, der eine Frau an die
höchste Stelle setzen will, die sie einzunehmen fähig ist; und welche ist höher
als das Regiment des Hauses? Wenn der Mann sich mit äußern Verhältnissen quält,
wenn er die Besitztümer herbeischaffen und beschützen muss, wenn er sogar an der
Staatsverwaltung Anteil nimmt, überall von Umständen abhängt und, ich möchte
sagen, nichts regiert, indem er zu regieren glaubt, immer nur politisch sein
muss, wo er gern vernünftig wäre, versteckt, wo er offen, falsch, wo er redlich
zu sein wünschte; wenn er um des Zieles willen, das er nie erreicht, das
schönste Ziel, die Harmonie mit sich selbst, in jedem Augenblicke aufgeben muss:
indessen herrscht eine vernünftige Hausfrau im Innern wirklich und macht einer
ganzen Familie jede Tätigkeit, jede Zufriedenheit möglich. Was ist das höchste
Glück des Menschen, als dass wir das ausführen, was wir als recht und gut
einsehen? dass wir wirklich Herren über die Mittel zu unsern Zwecken sind? Und wo
sollen, wo können unsere nächsten Zwecke liegen, als innerhalb des Hauses? Alle
immer wiederkehrenden unentbehrlichen Bedürfnisse, wo erwarten wir, wo fordern
wir sie, als da, wo wir aufstehn und uns niederlegen, wo Küche und Keller und
jede Art von Vorrat für uns und die Unsrigen immer bereit sein soll? Welche
regelmäßige Tätigkeit wird erfordert, um diese immer wiederkehrende Ordnung in
einer unverrückten, lebendigen Folge durchzuführen! Wie wenig Männern ist es
gegeben, gleichsam als ein Gestirn regelmäßig wiederzukehren und dem Tage so wie
der Nacht vorzustehn, sich ihre häuslichen Werkzeuge zu bilden, zu pflanzen und
zu ernten, zu verwahren und auszuspenden und den Kreis immer mit Ruhe, Liebe und
Zweckmässigkeit zu durchwandeln! Hat ein Weib einmal diese innere Herrschaft
ergriffen, so macht sie den Mann, den sie liebt, erst allein dadurch zum Herrn;
ihre Aufmerksamkeit erwirbt alle Kenntnisse, und ihre Tätigkeit weiß sie alle zu
benutzen. So ist sie von niemand abhängig und verschafft ihrem Manne die wahre
Unabhängigkeit, die häusliche, die innere; das, was er besitzt, sieht er
gesichert, das, was er erwirbt, gut benutzt, und so kann er sein Gemüt nach
großen Gegenständen wenden und, wenn das Glück gut ist, das dem Staate sein, was
seiner Gattin zu Hause so wohl ansteht.
    Er machte darauf eine Beschreibung, wie er sich eine Frau wünsche. Ich ward
rot; denn er beschrieb mich, wie ich leibte und lebte. Ich genoss im stillen
meinen Triumph, um so mehr, da ich aus allen Umständen sah, dass er mich
persönlich nicht gemeint hatte, dass er mich eigentlich nicht kannte. Ich
erinnere
