 das der Schulhalter allein
ausmacht - 3) als Lehrer der unteren Klassen sind darin angestellt die
Schulmeisterin, der, wenn irgendeinem Menschen, die Kallipädie der Töchterschule
anvertraut werden kann, ihr Sohn als Tertius und Lümmel zugleich, dem seine
Zöglinge allerhand legieren und spendieren müssen, damit er sie ihre Lektion
nicht aufsagen lässt, und der, wenn der Regent nicht zu Hause ist, oft das
Reichsvikariat des ganzen protestantischen Schulkreises auf den Achseln hat - 4)
endlich ein ganzes Raupennest Kollaboratores, nämlich Schuljungen selber, weil
daselbst, wie im Hallischen Waisenhause, die Schüler der oberen Klasse schon zu
Lehrern der unteren groß gewachsen sind. - Da man bisher aus so vielen
Studierstuben heraus nach Realschulen schrie: so hörten es Gemeinden und
Schulhalter und taten das Ihrige gern. Die Gemeinden lasen für ihre Lehrstühle
lauter solche pädagogische Steisse aus, die schon auf Weber-, Schneider-,
Schuster-Schemeln sesshaft waren und von denen also etwas zu erwarten war - und
allerdings setzen solche Männer, indem sie vor dem aufmerksamen Institute Röcke,
Stiefel, Fischreusen und alles machen, die Nominalschule leicht in eine
Realschule um, wo man Fabrikate kennen lernt. Der Schulmeister treibts noch
weiter und sinnt Tag und Nacht auf Real-Schulhalten; es gibt wenige Arbeiten
eines erwachsenen Hausvaters oder seines Gesindes, in denen er seine Dorf-Stoa
nicht beschäftigt und übt, und den ganzen Morgen sieht man das expedierende
Seminarium hinaus- und hineinjagen, Holz spalten und Wasser tragen u.s.w., so
dass er außer der Realschule fast gar keine andre hält und sich sein bisschen Brot
sauer im Schweiße seines - Schulhauses verdient .... Man braucht mir nicht zu
sagen, dass es auch schlechte und versäumte Landschulen gebe; genug wenn nur die
größere Zahl alle die Vorzüge wirklich aufweiset, die ich ihr jetzt
zugeschrieben.
    Ich mag meine Fixstern-Abirrung mit keinem Wort entschuldigen, das eine neue
wäre. Herr von Ebern hätte seinen Koch zum Schulmeister investieret, wenn ein
geschickter Nachfahrer des Kochs wäre zu haben gewesen; es war aber keiner
aufzutreiben, und da der Gutsherr dachte, es sei vielleicht gar eine Neuerung,
wenn er die Küche und die Schule durch ein Subjekt versehen ließe - wiewohl
vielmehr die Trennung und Verdopplung der Schul- und der Herrendiener eine viel
größere und ältere war; denn im neunten Säkulum musste sogar der Pfarrer der
Patronatkirche zugleich dem Kirchenschiff-Patron als Bedienter aufwarten und
satteln etc.2, und beide Ämter wurden erst nachher, wie mehre, voneinander
abgerissen -, so behielt er den Koch und vozierte den Alumnus, der bisher so
gescheit gewesen, dass er verliebt geblieben.
    Ich steuere mich ganz auf die rühmlichen Zeugnisse, die ich in Händen habe
und die Wutz
