, so ging es auch
dem Ritter und seiner Burg nicht anders. Man hatte behauptet, er habe sein Kind,
das wirklich maustodt gewesen sei, durch eine besondere Art von Taufe
auferweckt; in seinem Schloss wohne die Kraft, weibliche und männliche
Unfruchtbarkeit in ein tausendfältiges fruchtbares Erdreich, Spreu, die der Wind
zerstreut, in Weizen zu verwandeln, unedle Metalle in edle umzuschaffen und an
Menschen und Vieh vermittelst des heiligen Kreuzes Wunder zu tun, die bei
Menschengedenken nicht gesehen und gehört, und in unsern letzten Zeiten nur etwa
von Gassnern, dem Kaffetier Schröpfer und wenigen andern höchst seltenen Menschen
bewirkt worden. Der Gast war zu fein und zu gutdenkend, um eitle Neugierde aus
seinem Besuche hervorschimmern zu lassen. Er kam, sah und schämte sich, es bei
dieser Angelegenheit auf eine Wette angelegt zu haben, die schon a priori
unmöglich anders, als wie es am Tage z.e.w., ausfallen konnte. Als weitläufiger
Verwandter des Barons fand sich gar bald der Apellessche Vorhang, der
philosophische Mantel, und der Anstand, womit er seine Blöße deckte. Hier ist
ein Extract ihrer Kreuz- und Querzüge über Licht oder Wahrheit, Freiheit,
Gleichheit, Ordenswesen oder Unwesen u.s.w. Ich will mit Fleiß in diesem Extract
nicht bezeichnen, was dem Gastvetter und dem Ritter zugehört. Wir werden finden,
dass ein tertius interveniens dieser Art im Stande war, unserm guten Ritter eine
herrliche Wendung beizulegen!
    Bestehen die Wappeningredienzien nicht aus dem Wesentlichen, Modischen und
Zufälligen? Hat nicht jedes Ding von Wichtigkeit drei, und wenn das Glück gut
ist, dreimal drei Worte in und zu seinem Dienst? und gibt es nicht bei jedem
Dinge von Wichtigkeit eben so viele Hindernisse wegzuräumen -? Weisheit,
Reichtum (sonst auch Stärke, Vermögen genannt) und Schönheit sind die drei
Hauptwünsche, wozu alle Menschen sich neigen. Wenn diese drei Hauptbegierden
alle in liebenswürdiger Person, in Eva's Gestalt, erscheinen; wenn dem Adam
gesagt wird, dass er nur Einer huldigen könne, und ihm die Wahl überlassen
bleibt, welcher von diesen dreien Even er den unteilbaren Huldigungsapfel, wie
der Sultan das Schnupftuch, zuwerfen wolle: ist es nicht misslich, ob Pallas,
Juno oder Venus das große Loos ziehen werde? Können diese drei Neigungen nicht,
veredelt, in Verbindung treten und Eins werden? Ist es nicht sogar das wahre
Tugendrecept: von allen dreien Undredienzien gleich viel? Was darüber ist, ist
vom Übel. Kann der Mensch die Schätze der Natur nicht wohl anwenden und mit
einer gleichdenkenden Gattin sich Gottes, seines Lebens und seines Todes freuen?
Dienen nicht viele den drei Götzen, der Augenlust, Fleischeslust, und dem
hoffärtigen Wesen zusammen? und sind es
