, was dem Paul gegeben
wird; doch hatte Paul es nicht nötiger, als Peter. - Hierzu kommen Furcht und
Hoffnung, ein paar Lagen, in die sich das Menschenleben verteilt, edle und
unedle Neugier, Lebensverachtung - Stolz - politischer Druck - Langeweile,
schlechte Gesellschaft in dieser Erdenwelt, Grenzstreit in Hinsicht der
teoretischen Vernunft, und Unkunde der Vorschrift der praktischen. - Vor allem
wirbt die Kürze des Lebens der Magie Jünger. Verlohnt es, durch Fleiß, durch
Anstrengung zu einem gewissen Ziele zu gelangen? Kaum sieht man Kanaan, und
unser Leben ist dahin; und von welchem Jahre ab kann man sein Leben mit Recht zu
berechnen anfangen? Eben darum ist schwer zu hoffen, dass Menschen je die beste
Staatsverfassung erringen werden. Für wen? denkt man; für wen? -
    Da man Gott als einen alten ehrwürdigen Mann vorstellte, so konnten die
Geister von Glück sagen, dass wir ihnen von unsern Heraldikern (senioren nämlich)
die Schnabelmäntel machen ließ. - Die Menschen begaben sich in Hinsicht ihrer
nicht der Schöpferrechte; vielmehr machten sie aus ihnen große Herren und
Diener, je nachdem man sie nötig hatte. Ein armer Taglöhner hält sich seinen
Engel, mir nichts, dir nichts; und dieser macht sich eine Ehre daraus, ihm zu
dienen, ohne dass es dem Herrn Taglöhner einen Dreier lostet. Die Schnabelmäntel
der Seele sind Leidenschaften, und diese existieren nicht ohne Bedürfnisse; was
aber für Bedürfnisse schicken sich für Geister? Kostbare konnte man ihnen nicht
beilegen, um nicht mehr zu verlieren als zu gewinnen. Man opferte anfänglich der
Gottheit, und rechnete es sich zur Schuldigkeit, den Geistern ein Vergnügen zu
machen. Man ließ sie malen - wobei die Malerei am meisten gewann; denn man sagt,
dass sie bei weitem das nicht geworden wäre, was sie jetzt ist, wenn den Malern
nicht Götter und Geister gesessen hätten. Das beste, was man der Geisterwelt
brachte - war Lob. - Freilich leicht, allein auch schwer, je nachdem das Lob
ist! - - Aller dieser Verehrung unbeschadet fand doch selbst ein Volt, wie das
römische, keine Bedenklichkeit, die Götter in effigie zu strafen und zu
beschimpfen, wenn sie nämlich so ungütig waren, nicht zu tun, was man wollte. -
Wenn Sokrates seinen Dämon hat; wenn der Stifter des Christentums sich durch
einen Engel stärken lässt: ist es Wunder, wenn die alten, neuen und allerneuesten
Platoniker die Erde mit dem Himmel, die Körper mit der Geisterwelt in eine so
genaue Verbindung setzen, dass ein Mensch, der sich mit Geistern verstärkt, mehr
tun kann, als Werktagsmenschen zu begreifen vermögen?
    Freilich ist der Mensch ein Knoten, den nur die Gottheit lösen kann; indes
sind
