 derselben Dienste zu leisten; und wenn gleich er dieser Hoffnung
völlig entsprach, so übertrafen doch die Dienste seines Herzens jene bei weitem.
Dazu gemacht, Subalternköpfe zu leiten, und zur Offiziersstelle unter Menschen
berufen, erforschte er die Gegenstände in ihren Höhen und Tiefen, ohne die
gezogenen Resultate irgend jemanden aufzubringen. - Die Curialien, welche die
Loge gegen die Hohen der Erde, wenn sie zu den Fremden oder zu Profanen
gehörten, und die Verhältnisse, die sie gegen den Staat beobachten musste, waren
vorzüglich sein Departement. Man hat bemerkt, dass Leute, die mit Geistern
umzuspringen wissen, oft beim Umgange mit ungeweihten Menschen und bei wahren
Alltäglichkeiten straucheln. Eben daher die Werbesucht und der Heiligenschein,
womit sie alles von sich schrecken. - Johannes war Bruder Redner, und nie sprach
er aus Menschenfurcht oder Heuchelei, sondern aus Gefühl der Kraft, deren sein
guter Geist sich bewusst war. Sein Streben war nicht Selbst- und Gefallsucht,
sondern Wunsch, wohltätig zu wirken, und er wirkte. - Von seiner Kindheit an
hatte er sich den Wissenschaften gewidmet, und sie waren die Genien, die ihn
geleiteten, so dass sein Kopf und sein Herz nie an einen Stein stieß.
Menschenkenntnis strömte ihm in der Ordensverbindung von selbst zu. Weder seine
mündlichen noch schriftlichen Vorträge keuchten unter der Last hochtönender,
schwerer Worte; er redete, was ihm seine Überzeugung gab auszusprechen, und
zwirnte seine Worte so wenig, dass sie einfach fielen, wie sein Herz und seine
Seele. Oft hieß er Bruder Thomas; allein auch die Vielgläubigsten unter den
Brüdern, wenn sie redliche Männer waren und nicht durch kecken Anstrich des
Geheimnisses Nebenabsichten erschleichen wollten, liebten Bruder Thomas mehr,
als wenn er in Gemeinschaft mit der unsichtbaren Welt zu flehen das
Sonntagsglück gehabt, und Macht über die Elemente zu besitzen und künftige Dinge
verkündigen zu können, vorgegeben hätte. Da er keinem das Recht zugestand,
Menschen zu täuschen, und wäre es aus angeblich wohltätigen Absichten, so ließ
er dagegen auch sich nicht täuschen. Alles, was den Geist des Menschen
erniedrigt, erniedrigt auch sein Herz. Alle Künste, wodurch Männer, die vor den
Riss stehen, auf Subalternseelen wirken, waren ihm falsches Geld, womit er keinen
Menschen hintergehen wollte.
    Die entfernten und unvorhergesehenen Folgen sind in moralischen Dingen von
viel größerer und gefährlicherer Bedeutung, als die unmittelbaren Wirkungen, und
wer kann dies überdenken und doch täuschen? - - Ganz hatte er das Zutrauen
unseres Helden gewonnen, und wenn dieser gleich, eben wie Michael, darauf
ausging, Rätsel in der physischen und moralischen Welt zu lösen, ohne sich den
Kopf zu brechen, so wusste doch Johannes dem Junker so unvermerkt eine Neigung zu
Wissenschaften, und unter ihnen zur Chemie
