
Stoiker mit dem Epikuräer, er versucht Menschen von verschiedener Art und Stand,
Zungen und Sprachen, Selten und andern Unterschieden durch Gesetz unter Einen
Hut zu bringen. Dies wirkt zur Freiheit und Gleichheit, ohne dass man Stände
aufhebt. Man zeigt nur, Gleichheit und Freiheit könne mit Gehorsam und mit
Ordnung bestehen. Man gehorcht dem Meister, nicht weil er an Geburt, Verdienst
und selbst Verstand der erste ist, sondern weil er in den Logen oben an steht:
nicht seiner Wohlredenheit, sondern seinem Hammer; nicht einem Kleide von Gold
und Azur, sondern dem Meisterbrustschilde. - Es kann unter gleichen Menschen
eine Subordination und ohne Aufhebung der Stände Gleichheit in der Welt sein! -
und wo drei, sieben, neun und zehn kluge Männer zusammen sind im Namen der
Tugend und Redlichkeit, kann man da nicht den Winkeltyranneien (ärger als die
öffentlichen) entgegenarbeiten? - Nicht durch Riesenoperation, sondern durch
Vorstellungen; - nicht durch Trommetenhall, sondern durch Sanftmut. - Einer
richtet hier nichts aus, eine kleine Zahl alles. - Jene Lebensart, wodurch der
Hohe sich herablässt und der Niedere erhoben wird, jene Vereinigung der Gelehrten
von Profession mit den Geschäftsleuten, der Studirstube mit dem gemeinen Leben -
Doch - warum Vorgriffe? Wer ins zu Große arbeitet, vergisst und verlernt sich oft
selbst. Allgemeine Aufklärung und ein mit ihr wiederkehrendes goldenes
Zeitalter, ist selbst an sich nicht leicht denkbar, weil es ohne Kontrast weder
Größe noch Tugend, noch Vollkommenheit für uns gibt.
            Die siebente, oder die Gold- und Porcellan-Vorbereitung,
wie Johannes es nannte, war sublim - sie hatte ein Offenbarung-Johannissiegel,
das ich nicht brechen mag. Der Vorbereiter sagte von Amtswegen, dass der Orden,
oder einige Auserwählte, nach ihrer Angabe, Naturrätsel zu lösen wüssten. Gut
für die, so es wissen, übel für jene, die es nicht wissen, für jene, die sogar
keinen Strahl von Hoffnung fassen können, es je in dieser Welt zu erfahren. Die
Kunst ist klein, mit höheren Wesen umzugehen, welche Appetit haben und unser
Essen und Trinken sich wohl schmecken lassen, mit Geistern, die sich in unsere
Mädchen, unsere Frauen, Töchter oder Schwestern verlieben. Aber mit Schatten der
Verstorbenen, mit Geistern Gedanken wechseln, die uns von der künftigen Welt,
von unsern künftigen Schicksalen diesseits und jenseits des Grabes unterrichten,
die - der Vorbereiter bekannte frei, so weit nicht zu sein, und keine Aussicht
zu haben, so weit zu kommen, indes beschied er sich über Dinge zu urteilen, die
über ihm waren. Dass zwischen einem rêve d'un homme de bien und
Taschenspielerkünften, einem Hokuspokus von Augenblendwerk und Schatzgräbereien
ein gewaltiger Unterschied ist, wer hat
