 wie man sagt, empfangen. Glückliche, herrliche Zeit! so wird es
dann unsern erhabenen Fürsten, gnädigen Erzbischöfen, gefürsteten Äbten,
hochgebornen Reichsgrafen, Baronen, Rittern und frommen Klöstern unsres
Vaterlands nie an Werkzeugen zu missbrauchen, an Soldaten zu verhandeln, an
Schwämmen auszudrücken und an Untertanen zu schinden mangeln. Dass die Geduld
nicht reiße, dafür werden ihre Helfershelfer, ihre Vesire, ihre Klerisei, Räte
und die edle Schriftsteller- nebst der Journalistenzunft sorgen. Umsonst rufen
einige Treffliche: Erleichtert die Bürden eurer Lasttiere, wenn ihr nicht wollt,
dass sie dieselben einst gewaltsam abwerfen und euch darunter begraben. Die
gnädigen Herren wissen durch ihre Räte, dass kein Tier der Erde sanftmütiger und
tapfrer leidet und trägt als der ehrwürdige Esel und der aufrichtige edle
Teutsche!
 
                                    Fußnoten
1 So die Tradition, welcher man hier allein folgt.
2 Originalität.
3 Ich weiß, dass ich hier Gefahr laufe, beschuldigt zu werden, den Sinn der
ganzen Rede des Doktors aus einigen deutschen Journalen abgeschrieben zu haben.
Man tut mir aber sehr unrecht; die Züge passen nur auf das funfzehente
Jahrhundert, in welchem dieses Drama spielt. Weiß doch jedermann, dass
gegenwärtig von diesem System, das den Doktor noch in der Hölle entzückt, keine
Spur in Deutschland zu finden ist. Ich konnte darum dem Publico diese Rede nicht
weiter vorenthalten, damit man sehe, wie weit wir uns von unsern Vorfahren
entfernt haben. Doch dieses werden die berühmten Kapitel über die Privilegien
und die Rechte teutscher Nation in unserm vortrefflichen klassischen Buche über
die teutsche Staatsverfassung noch besser ins Licht setzen. Man vergleiche es
nur mit Kolins Werk über Engelland, und man wird sehen, dass sich beide Bücher,
wenigstens in den Kapiteln über Volksrecht, vollkommen gleichen.
4 Originalität.
5 Das Rataus.
6 Man verliere ja nicht aus den Augen, dass dieses Drama zu Ende des funfzehnten
Jahrhunderts spielt und folglich keinen der jetzt Lebenden beleidigen kann und
soll. Übrigens weiß ich nicht, ob der Teufel den Reichsstädtern und Deutschen
überhaupt größere Komplimente machen könnte, als er bin und wieder tut, und es
bewiese nur gegen ihre Tugend und ihr Christentum, wenn sie dieselben nicht mehr
verdienten oder gar in einem andern Sinne nahmen.
7 Aus dieser Stelle sieht man, dass der Verfasser viele Abenteuer in Deutschland,
um sein Buch nicht zu dick zu machen, unterschlagen hat. Vielleicht, dass sie
einstens erscheinen.
8 Siehe Taxae Kancellariae Apostolicae etc. gedruckt zu Rom und Paris etc.
9 Man glaube ja nicht, dass ich mich hier nach der Weise eines großen Teils
unsrer deutschen Schriftsteller an diesem großen und einzigen Genie der alten
und neuen Zeit vergehen will. Ihnen muss man diese Freude freilich wohl so lange
lassen, bis wir einst selbst
