 vorzüglicher Gegenstand der Bewunderung, weil er nie dergleichen gesehen hatte und nun erfuhr, was für eine große Bequemlichkeit es gewähre.
Nachdem nun Alles unter Dach und Fach gebracht war, ging Robinson mit dem Gedanken um, sich einen bequemen Eingang zu seiner Burg zu verschaffen, ohne dass sie dadurch von ihrer Festigkeit etwas verlieren möchte. Das sicherste Mittel dazu schien ihm die Anlegung eines ordentlichen Tors und einer Zugbrücke zu sein. Da er alles, was dazu erfodert wurde – Nägel, Ketten, Türangel, Hespen, Schlösser u. s. w. – in Überfluss hatte, so schritt' er sogleich zur Ausführung dieses Vorsazes. Sie machten erst alles, was erfodert wurde, fertig; dann wurde eine Oefnung in dem Walle und der Baumwand nach der Größe des schon vollendeten Tores gemacht, das Tor errichtet und die Zugbrücke so angelegt, dass sie, wenn sie aufgezogen ward, das Tor bedekte. Dan wurden die Kanonen, und zwar geladen, auf den Wal gepflanzt, so dass zwei die rechte, zwei die linke Flanke oder Seite, und zwei die Face, oder die Vorderseite der Festung dekten. Und nun konnten sie vor jedem Anfalle der Wilden völlig ruhig sein, und hatten zugleich die Bequemlichkeit eines ordentlichen Einganges zu ihrer Wohnung.
Jetzt war die Zeit zur Erndte gekommen. Robinson bediente sich eines alten Schwerdts statt der Sichel, um den Maiz damit abzumähen, und zum Ausgraben der Kartoffeln einer ordentlichen Hacke, die sich unter den geborgenen Sachen befand. Wie ihnen nun das Alles durch Hilfe dieser Werkzeuge von der Hand ging! Es wäre eine Lust gewesen, es anzusehen, eine noch größere, sich ihnen als Mitarbeiter zuzugesellen.
Hans. Ich hätte mögen dabei wohl sein, um auch so mit zu arbeiten!
Diderich. O deswegen brauchst du nach keiner wüsten Insel zu fahren! Es lässt sich hier eben so gut arbeiten. Solst nur sehen, was uns Vater immer zu tun gibt, wenn wir Freistunden haben! Bald müssen wir Holz mit ihm packen, bald klein gehauenes Holz in die Küche fahren, bald im Garten graben, dann wieder Wasser zum Begiessen tragen, oder Unkraut ausgäten – o da gibt es immer genug zu tun!
Vater. Und warum führ' ich denn wohl euch zu solchen Arbeiten an?
Johannes. I, dass wir uns gewöhnen sollen, niemals mäßig zu sein, und weil uns das gesund und stark macht!
Christel. Sollen wir denn auch immer mit arbeiten, Vater?
Vater. Freilich! Ich werde euch ja nicht weniger lieben, als ich die Andern liebe, und werde euch also ja auch wohl alles das tun lassen, was ich für eine nüzliche Beschäftigung halte!
Karl. O das ist scharmant! Da
