, der schon bei seinem
Acker, bei seinem erarbeiteten Mein und Dein mit dem Gedanken umging, eine Stadt
zu bauen, die er nach seinem Sohn Hanoch nannte; der Mörder der! So ging's! Erst
ein Garten, dann zwei Wege, einer das Schäferleben, der andere Ackerbau. Beim
Schäferleben war noch am wenigsten von Mein und Dein; allein beim Ackerbau, wo
der Mensch der Natur weniger überlässt, wo er selbst Hand aus Werk legt, wie viel
Mein und Dein! Vom Ackerbau bis zur Stadt ist nur so weit, als von Vater und
Sohn, vom Mörder Kain und vom Hanoch. Noch jetzt tun wir uns etwas zu gut, wenn
wir vom Schäferleben, von der güldenen Zeit, träumen. Wir sehen das Schäferleben
als den nächsten Grenzort zum Paradiese an.
    Der Fall Adams ist der Fall aus der Natur ins Mein und Dein, wodurch Arbeit,
Mühe, Schweiß des Angesichts, Übermut, Weichlichkeit in die Welt kam. Auch der
Tod ist der Sold dieses Standes der Sünden, der aus Krankheiten besteht, welche
aus einem unparadiesischen Leben entstehen, und womit der Tod jetzt gemeinhin
verbunden ist. Vor diesem wäre der Mensch lebendig gen Himmel gekommen; er wäre
in dieser Welt eingeschlafen und im Himmel aufgewacht.
    Das lässt sich schön hören, lieben Freunde in dem Herrn! allein eingemachte
Früchte sind auch nicht zu verwerfen, und eine vorhergegangene Krankheit, hat
sie denn nicht ihren großen Nutzen? Macht sie uns nicht das so liebe Leben ekel?
Ich habe schon oben gesagt: es ist gut, zu wissen, dass man wacht, und dass man
schläft, und so könnte ich auch behaupten eben so gut sei es auch, zu wissen,
dass man stirbt, und dass man lebt. Ist denn die Kürze des Lebens so etwas
schreckliches? Ja, wenn das Wohlgehen mit dem langen Leben verbunden ist; wem
geht's aber in der jetzigen argen, bösen Welt wohl, wo selbst in Kurland ein
Herzog ist? Ost lebt man darum so gern lange, damit man sich nicht den Vorwurf
zuziehe, sein Leben verkürzt zu haben. Ein langes Leben scheint uns ein
Testimonium des Wohlverhaltens gegen uns.
                                     * * *
    Der Fluch, der die Weiber traf, gehört er nicht auf die Rechnung der
Weichlichkeit und Verzärtelung? Weiber, die sich weniger verzärteln, empfinden
von dem Fluch: »Du sollst mit Schmerzen Kinder gebären,« noch bis diesen
Augenblick wenig oder gar nichts, und wenn sie selbst, wie im Naturzustande,
arbeiten und sich nicht bloß vom Herrn General ernähren lassen, haben sie so gut
ihren Willen, als die Männer. Eignen sich nicht viele Weiber diesen Eigenwillen,
besonders im adelichen Stande, schon wegen
