 wenns hoch kommt, Beifall. Er straft durch seine Kollegia; den Lohn hat
er sich vorbehalten. Danken kann er nicht; durch Taten dankt er. In seinem
Danke liegt: ihr seid ein unnützer Knecht, ihr habt getan, was ihr zu tun
schuldig wart! Das sagt er, nicht in seinem, sondern im Namen des Staats. Er
wechselt nicht mit Leuten, auf die er einen königlichen Accent gelegt; allein er
hat auch keinen Liebling, ohne den es ihm schwer wäre zu sein.
    Bei seiner Liebe zu Hunden ist mir eingefallen: er sähe selbst als König
ein, dass, wenn der Mensch sich dienen lassen sollte, es durch Hunde geschehen
müsste. Sie scheint die Natur dazu bestimmt zu haben. Vielleicht würden die Hunde
und noch andere Tiere besser, wenn ihre angeborenen Herren besser wären. Wenn
ein Mensch Mensch ist, bedarf er wahrlich keine andere Bedienung, als im Fall
der Not einen Hund. Diogenes konnte sich ohne ihn behelfen.
    Der König, hält viel von glücklichen Menschen. Der Mensch hat Glück, sagte
er. Glück und Welt ist in diesem königlichen Sinn nicht viel auseinander, und so
könnte man auch sagen, der König habe Glück!
    Der König ließ in seinen Feldzügen die Kugeln um sich herum pfeifen und
heulen; so wie Mücken sah' er sie an, die um seinen Kopf sich lustig machten.
Man sollte fast glauben, für einen unverwandten Blick auf einen Fleck, für einen
festen Gang zum Ziel, für ein Bewusstsein, das ist der rechte Weg! haben die
Kugeln selbst Respekt. - Im Willen des Menschen liegt eine menschliche Allmacht.
- Alle beherzte Leute verlieren das Gleichgewicht, wenn sie einen Unsinnigen
sehen. Ists Wunder, da die Beherzten die Mitleidigsten sind? Feigheit allein ist
grausam.
    Was ist der Mensch ohne Vernunft? so sehen Tiere nicht aus, welchen es doch
allen am Besten, an der Vernunft, fehlt - als ein unsinniger Mensch. Er ist
weniger als ein Tier geworden. - Die menschliche Gestalt ohne Vernunft ist das
Schrecklichste, was man in der Natur sehen kann. Kains Zeichen ist ein
Gnadenkreuz dagegen. Der König kann keinen Unsinnigen aushalten. Er sieht, wie
tief der Mensch sinken könne, obgleich er seines Gleichen ist. Ein proskynein
dünkt ihn daher wie ein Bruch der Vernunft. - Er zieht sich vor jedem zurück,
der vor ihm die Knie beugt. Alles aus einer und der nämlichen Quelle. - Das
Haupt regiert, und nicht die Füße, sagte der nämliche Kaiser, da man ihm zu
Füßen fiel, der, da man ihm sein teures Leben landesväterlich vor dem Geschütze
zu decken anriet, erwiderte: es ist noch kein Kaiser erschossen!
    Gott der Herr
