 größten Haufen auf den harten Pfühl der
Arbeit, der Beschwerlichkeit, der Kümmerniss, des Mangels. - Wohl euch! ihr
Tiere, und ihr Menschen, die ihr ihnen gleicht, denen tierisches Bedürfnis den
ganzen Kreis ihrer Glückseligkeit schließt! -
    Freund! Du bist voreilig. Die Industrie rottet eben so viele Laster aus als
sie gibt -
    Was ist da gewonnen? -
    Was bei jedem Wechsel auf unserm Planeten gewonnen wird - man tauscht ein
andres Übel ein. Daran kann ich mich gewöhnen, nur an die Unterdrückung nicht.
Mein Gefühl von Freiheit, das bei jeder Spur von ihr bis zum Tumulte aufrührisch
wird, trieb mich aus der alten Welt, wo despotische Grundsätze die Schranken
derselben immer enger zusammenzogen, so enge, dass an manchen Orten kein Mensch
mehr ein freies Wort zu flüstern wagte. Aber Freund! welch ein Wechsel! hier
fand ich die Unterdrückung in roher unbekleisterter Gestalt, und mit feiner
Tünche überzogen; gerade dieselbe Welt, wie auf der andern Halbkugel, an manchen
Orten besser, an manchen schlimmer. Ebendieselbe Kraft, die in der Bewegung der
körperlichen Welt ein gewisses Gleichgewicht erhält, muss auch die moralische und
politische Vollkommenheit des Ganzen in einer gewissen Temperatur erhalten, dass
alle Zeiten und alle Orte im Besitz und Mangel sich die Wage halten.
    Leider! seufzte Belphegor, ist die Welt sich allenthalben gleich. Aber muss
es so sein? Oder ist nicht zu vermuten, dass einst ein Mann, der mehr Geist ist
als seine Mitbrüder, die groben Fesseln zerbrechen wird, die diesen und jenen
Teil der Menschheit an den Bock der Sklaverei anketten: denn die feinen
gewohnten Banden, an welchen der Gewaltige den Schwachen allzeit führt, diese zu
zerreißen, ist Gott und Mensch zu schwach, so lange die Natur keine Umschaffung
unternimmt: aber ein solcher Mann, der die Indianer an ihren Unterdrückern
rächet, zwar tausend Unschuldige bei seiner Rache mit hinraft, aber sie doch zu
einem edlen Zwecke hinraft -
    Diese Erlösung wird die Zeit bewerkstelligen. -
    O die leidige langsame Zeit, die erleichtern aber nicht erlösen kann! - Die
Menschen kämpften um Herrschaft, bis der Mächtigere obsiegte und den Schwächern
niederwarf: so lange diesem das Joch neu war, trug er es unwillig und regte
sich, wenn jener zu hart drückte: mit der Zeit wurde er durch die Gewohnheit
eingeschläfert, und fühlte gar nicht mehr, dass ihm der Druck auf dem Halse lag:
- siehe! das ist bisher die Hilfe gewesen, die die träge langsame Zeit gereicht
hat. -
    O Freund! ich bin nicht der Mann, der diese hohe Unternehmung wagen könnte;
aber eins kann ich! ich kann Vorschläge und Projekte tun. Von jeher war es
meine Lieblingsbeschäftigung, über die Gebrechen der
