, die er durch euch mir anvertraut hat.
Ich bin berufen, einen jeden unter euch bei jedem geheiligten Rechte der
Menschheit und des bürgerlichen Standes zu schützen; aber ich bin auch berufen,
einen jeden unter euch zur Erfüllung seiner Bürgerpflichten anzuhalten. Ich
kenne und fühle die ganze Wichtigkeit meines Amtes, und im Angesichte der Erde
und des Himmels weihe ich ihm alle Kräfte meines Lebens. Ihm in seinem ganzen
Umfange genug zu tun, erforderte die Kräfte einer Gottheit, und ich bin nur ein
Mensch. - Ohne eure Mitwirkung, ohne eifriges Bestreben eines jeden unter euch,
nach den besonderen Verhältnissen seines Standes, mir das gemeine Beste befördern
zu helfen, würden alle meine Bemühungen fruchtlos sein. Vergebens würd ich mich
unter den Sorgen für euer Glück verzehren, wenn ihr nicht so lebhaft als ich
selbst von der großen Wahrheit überzeugt wäret: dass ohne Liebe des Vaterlandes,
ohne Gehorsam gegen die Gesetze, ohne Emsigkeit in den Pflichten unsers Berufes,
ohne Mäßigung unsrer Begierden und Leidenschaften, kurz ohne Tugend und Sitten,
keine Glückseligkeit möglich ist. Euch und eure Kinder zu guten Menschen und zu
guten Bürgern zu machen, soll mein erstes und angelegenstes Geschäft sein; und
mein Beispiel soll euch überzeugen, dass euer König der erste Bürger von
Scheschian ist. Euer Vertrauen zu meiner Tugend hat mir eine eben so
unumschränkte Macht anvertraut, als die Könige, meine Vorfahren, besessen haben:
aber ich kenne die Menschheit zu gut, um von dieser gefährlichen Macht einen
andern Gebrauch zu machen, als mir selbst und meinen Nachfolgern die Schranken
zu setzen, die zu unsrer beiderseitigen Sicherheit vonnöten sind. Der beste
König kann seiner Pflicht vergessen; ein ganzes Volk kann sein eigenes Bestes
misskennen. Ich würde das Amt, für das eurige zu sorgen, schlecht verwalten, wenn
ich euren Königen die Macht benehmen wollte, die einem Vater über seine Kinder
zusteht. Aber ich würde auch in dem ersten Augenblicke, da ich euer König bin,
meiner Menschheit vergessen, wenn ich nicht auf Mittel bedacht wäre, mir selbst
und meinen Nachfolgern, so viel als möglich, die Freiheit Böses zu tun zu
entziehen. Eine vorsichtige Bestimmung der Staatsverfassung, und eine
Gesetzgebung, welche die Befestigung der Ruhe, der Ordnung und des allgemeinen
Wohlstandes in diesem Reiche zur Absicht haben wird, soll die einzige Ausübung
der Vollmacht sein, die ihr mir überlassen habt; und auch hierin sollen die
Weisesten und Besten mir ihre Hände bieten. Ja, ich selbst, von den Gesinnungen,
die in meinem Herzen herrschen, ermuntert, ich wag es zu hoffen, redlicher
Dschengis, dass deine Sorgfalt mich zur Tugend zu bilden, dass das Opfer, womit du
mein Leben erkauft hast, nicht verloren sein wird. Möcht es in
