 in einem Tau herab
sincket, und in procinctu steht, sich in die Frosch-Gestalt des weiblichen
Saamens-Principii, nämlich des Wassers, vermittelst eines Regen, Schnees, u.s.w.
herab zu stürtzen: Davon beim weiblichen Saamens-Principio ein mehreres wird zu
melden sein.
    Das neundte Bild ist die bekannte Ceres, welches vorstellet die alle
hervorgebrachten Kreaturen mit einer lieblichen Gestalt, Schönheit, Geruch und
Geschmack auszierende Natur. Diese Auszierung gibt nun allein der männliche
Saame, als in dessen Feuer die rechte wahrhaftige sulphurische Tinctur ist, die
allen Kreaturen einen lieblichen Geruch, Geschmack und Farbe gibt, nachdem der
weibliche Saamen in einem Subjecto stärcken als im andern. Dannenhero riechen,
schmecken und blühen die aromatischen Sonnen-Kräuter viel kräfftiger, als die
flüchtig-hitzigen und temperirten gewesen, und diese noch kräfftiger, als die
wässerigen, ja diese haben nicht einmal einen Geruch. Wir können demnach daraus
erkennen, warum der Lapis philosophorum alle andern Dinge an Geschmack, Geruch,
schöner Farbe und mächtiger Krafft übertrifft, nämlich weil das weibliche
Principium durch die starke Fixation ganz in sein Innerstes hinein gekehret,
mithin diese Tinctur durch und durch nichts anders ist als der lauterste und
subtilste astralische, der durch vielfältiges imbibiren und kochen in die
allerhöchste Plusquamperfection gebracht, und nun ein fixes, feuerbeständiges,
durchsichtiges, crystallinisches Rubin-Glas, rot wie Blut, süße wie Zucker,
und wohlriechender als Ambra, mithin zu einer höchst vollkommensten Medizin auf
Metallen bereitet worden. NB. Hier mag Herr Plager diese und mehr Passagen wohl
attendiren. Sie klingen ganz gewiss philosophischer, als die Discourse seines
Eliä Artissä und übrigen Gran-Goldmachers-Professorum ihre subtilen
Weissheits-Lehren. Er bitte aber Gott, dass mir eine Gelegenheit, Zeit und Musse
von ihm geschenckt werde; so habe nicht in Abrede, als ein Gast mich eine
Zeitlang in dem angenehmen Felsenburg aufzuhalten. Da er denn andere Dinge sehen
soll, die er gewiss sein Lebe-Tage zu sehen die Gnade nicht gehabt. Ich muss
herzlich lachen über die seltsame Auslegung des Spruchs Hiobs, und sie haben
sich damit bei dem wahren Eliä Artissä verraten, dass Herr Plager und sein
Præceptor nicht viel gewust. Gantz gewiss hatte der Mann damals Willens, Herrn
Plagern etwas zu offenbahren; Weil er aber zur Unzeit mit seinem Anagrammate
heraus ruckte, so hielte er hinterm Berge, und wurde darüber ganz rot. Ohne
Zweifel deutete diese Röte bei dem Manne eine Bestürtzung an, dass es leicht
hätte geschehen können, sich durch unzeitige Offenbahrung an Gott zu
versündigen. Will er ja etwas tüchtiges in diesem Anagrammate tun, so muss er
vielmehr auf den und anagrammatisiren, der aber nicht das gemeine und ist,
sondern ein regenerirtes philosophisches
