 die Natur in denen Bergen von denen Metallen abscheidet.
Man sehe nur an, was für eine unzehlige Menge Wasser und Quellen aus denen
Bergen hervor kommt, dass, wenn man alle Berge in der Welt zusammen rechnen
wollte, man zu zehlen aufhören müsste. Daraus genugsam zu sehen ist, wie
sorgfältig die Natur für einen hinlänglichen Wasser-Vorrat jederzeit gewesen
und auch noch sei.
    Das achte Bild stellt vor die den männlichen Saamen zur Vollkomenheit
bringende Natur. Um der Ursache willen hat dieses Bild allerlei besondere
hieroglyphische Figuren. Das männliche Glied unten am Bilde deutet auf die
feurige und brünstige Begierde des allgemeinen Archæi oder Welt-Geistes,
Kreaturen zu produciren; der Löwen-Kopf mit denen Krallen stellt vor dieses
doppelten chaotischen Saamens-Geistes alles zerfressende, corrumpirende und per
Fermentationem & Putrefactionem zerstöhrende Natur. Denn es muss allezeit bei
einer neuen Geburt eine Zerstöhrung und Putrefaction vorher gehen. Man muss erst
das alte Haus einreissen, allen Schutt und faul Holtz weg schaffen, und alsdenn
sind die noch guten wesentlichen Teile des Hauses, welche der Schutt gefangen
hielte, dass sie nicht konnten zu einem neuen Bau gebraucht werden, von diesen
Banden los. Diese wesentlichen Teile nun sind das gute Holtz und Steine, welche
man nun ohne Mühe nehmen, und zum neuen Hause anwenden kann. Der Unter-Leib
dieses Bild es hat gerade über der männlichen Schaam eine Frosch-Gestalt. Der
Frosch bestehet aus einem wässerigen weiblichen Element, und bedeutet also den
weiblichen Saamen, der unter der männlichen Rute eben mangelt, die denn dadurch
sich verhindert sieht, etwas vollkommenes für sich selbst zu produciren. Von
diesem weiblichen Saamens-Principio wird hernach unten noch weiter gehandelt
werden. Dieser männliche Saame hat seinen Ursprung, wie wir oben gemeldet, aus
der Sonne, die solche feurige Saamens-Krafft durch eine stete Bewegung circa
Zentrum ausstrahlet, und in die ganze Welt ausstreuet. Und werden diese
Saamens-Kräffte der Himmel genannt. Dieses ist nun ein großes Meer, mit
unzehlig viel solchen feurigen lebendig-machenden, alles erhitzenden Particulis
angefüllet. Weil sie nun das allersubtilste Feuer sind, so sind sie auch das
allerkräftigste, beweglichste Leben, fangen durch solche Bewegung an, sich unter
einander zu erhitzen, kommen darüber in Fermentation, und ihre subtilen
Lebens-Geister werden dadurch dicke gemacht, und fallen wegen ihrer Schwere
herab in die Luft-Region, als den andern Teil des männlichen Saamens. Hier hat
nun dieser Luft-Saame, nachdem er durch den täglichen Zufluss aus dem Himmel
immer feuriger wild, alsdenn Hitze genug, in dieser Region sich von neuen in die
Agitation bringen zu lassen. Daraus endlich eine Fermention und Verdickung
entstehet, dass er in einem Nebel, Dunst und Dampff, zuletzt
