 entweder
durch einen bössartigen Dampff und Dunst, oder durch einige traurige
Gemüts-Bewegungen Not leide, welche durch ihre tyrannischen Eindrückungen den
Sitz des Lebens als seinen eigentümlichen uhrsprünglichen Wohnplatz
beunruhiget, maassen, die Seele und das Leben uhrsprünglich an einerlei Orte
ihren Sitz haben. Der lebendige Archæus ist gleichsam der Vulcanus im Menschen,
der die Wärme des Lebens seine ganze Lebens-Zeit über erwecket und erhält, und
der bei guten gesunden Tagen in guter Ordnung und vernünftig handelt; hergegen,
wenn er in Unordnung gebracht worden, gleichsam rasend wird.
    Der vierdte Götze ist ein ergrimmter Mensch, der etwas mit einer Keule
zerschlagen will. Und dieses stellt nunmehr den rasenden Archæum kat' exoxhn
vor, oder die den Missbrauch der Kreaturen rächende Natur. Diese Eigenschaft des
Archæi erweckt allerdings das unordentliche Leben eines Menschen, der mit
Fressen und Sauffen und allerlei Wollüsten in sich hinein stürmet, auch durch
allerlei Affecten, Sorge, Furcht, Bekümmernis, dem Archæo eine widrige
Empfindung eindrücket. Und weil er durch diese Empfindung meldet, dass sein Sitz
und Wohnplatz nicht im Stande ist, diese belästigende Idee zu ertragen; So wird
er gewaltig erbittert, setzt wegen dieses entweder wahrhaftigen, oder durch die
Ideen causir ten vermeintlichen und eingebildeten Ubels alles in Feuer und
Brand, und verursacht einen erbärmlichen Zustand, der von sich selbst wesentlich
ist. Denn das Sprichwort ist wahr: nemo læditur, nisi a se ipso.
    Das fünfte Bild ist ein Mensch mit einem Hunde-Kopffe, und zeigt an die das
einschleichende Verderben der Kreatur stets bewachende Natur. Wie ein Hund das
Haus bewahret und billet, wenn ein Dieb einbrechen will; Also ist der Archæus
stets wachsam, dass bei Imbibirung der Nahrung nichts unreines oder überflüssiges
in die Kreatur eingeführet werde. Denn dieses wird sie alsobald in der
Fermentation von dem guten und reinen Chylo abscheiden, und durch allerlei
Ausgänge der Excretion, als per sudorem urinam, sedes, ausführen. Ja, wenn der
Mensch selbst durch überflüssige Geniessung der Speisen und Getränke die
Werckstatt des Archæi verunreiniget; So wird der Archæus in seinen Grimm
aufgebracht, verläst seine ordentliche Würckung, und das Bellen dieses wütenden
Hundes kann man ja äuserlich wohl merken aus der entstehenden großen Hitze,
item aus allerhand gefährlichen Symptomatibus, als Ohnmachten, Hertz-Klopffen,
äuserlich gifftigen Geschwüren u.s.w.
    Das sechste Bild ist die Figur eines aufgerichteten sitzenden Ochsens.
Gleichwie nun der Ochse arbeitsam ist; also wird dadurch die für ihre Kreaturen
stets sorgende und arbeitende Natur angezeiget. Welches aus dem vorhergehenden
gnugsam zu ersehen, dass wir also nicht nötig haben, uns hierbei länger
aufzuhalten.
    Das siebende Bild ist der Neptunus, wessen Charakter auf dem Steine durch
die dreizinckigte Gabel angedeutet wird. Da nun der
