nicht aus Liebe anwiess.
Kaum drang zu Anfange des gegenwärtigen Krieges das Gerücht bis in die Kolonie, dass jeder Kolonist für die Freiheit wider ein unterdrückendes Vaterland fechten müsse, als Belphegorn sein Entusiasmus von neuem ergriff; er riss sich, ungeachtet aller Vorstellungen seines Freundes Fromals, der ihn mit Gewalt und mit List zurückhalten wollte, aus seinen Armen und ward unter einem andern Namen einer von den Vorfechtern der kolonistischen Armee. – ER war es, der einige der kernhaftesten Reden in einigen Versammlungen hielt: ER erlangte etliche ansehnliche Vorteile über die Engländer; der Auszug des Krieges wird lehren, wer von beiden Teilen Recht behalten, und ob Belphegor als Patriot und Menschenfreund allgemein bekannt werden, oder im Streite für die Freiheit ungerühmt umkommen soll.
Fussnoten
1 Alles dieses wird vielleicht nur in gewissen Gegenden verständlich sein. 2 Nichts muss für einen Mann, der denkt und empfindet und also die mannichfaltigen Reste der Barbarei in unserm Zeitalter nicht ohne widriges Gefühl betrachten kann, aufrichtender sein und seinen blick in die Zukunft froher machen, als dass Monarchen, und unter ihnen der grösste seine sorge dahin lenkt, die Unglücklichen, die das Schicksal dem Besten des Ganzen gewisser massen aufopfert und sie arbeiten lässt, damit andre sich pflegen können, ihrer ursprünglichen Freiheit so nahe zu bringen, als es sich ohne Nachteil des staates tun lässt, und dass sogar diejenigen, denen eine verjährte Unterdrückung jene Lastträger unterwarf, grossmütig die hände bieten, ihnen mit Entsagung ihres eignen Nutzens ihr Joch zu erleichtern, da es nun einmal nicht möglich ist, es ihnen ganz abzunehmen. – Wenn Joseph Millionen Soldaten in der besten Disciplin unterhielt, Taktik, die Künste des Angriffs und Rückzugs in den vollkommensten Stand sezte, Türken, Heiden und Christen überwänd, so wären in meinen Augen alle diese. lorberreichen Taten nicht zur Hälfte so viel wert, Bauern etliche Grane bürgerlicher Freiheit mehr zu geben, als sie vorher die Verfassung, das heisst, eine verjährte, zum Recht gewordne Unterdrückung geniessen liess; und diejenigen Herren, die ihren eignen Verlust nicht achteten, sondern die Absichten ihres Monarchen unterstüzten, sind meines Bedünkens mehr als Scipione und Türenne: denn sie besiegten den Eigennuz, den hartnäckigsten schlausten Feind. – Ihr Dichter und Redner! für solche Handlungen allein solltet ihr Wiz und Beredsamkeit haben! Bis zum Anbeten kann ich den Monarchen lieben, der seinen blick auf die niedere verachtete Klasse der Menschheit wirft und ihnen zwar nicht Bequemlichkeiten, Ueberfluss, Verfeinerung geben will – eine schädliche Gabe! – sondern von den vielen Einschränkungen der Freiheit, die sie zur Arbeit nötigen, diejenigen hinwegnimmt, die ohne Revolution weggenommen werden können, den Herren einen kleinen zu verschmerzenden Verlust, und dem Untertan ungleich grösseren Vorteil verschaffen: wie ich hingegen nie ohne innerliche Erschütterung einen sonst guten Mann – im Durchschnitte genommen! – mit Ernst behaupten hören konnte, dass ein Bauer nichts mehr als gesunde hände und Füsse und zwei Löcher brauche, eins zum essen, das andre zum – d.i. ein instrumentum rusticum sei. Desto erfreulicher ist es, dass das Beispiel des Oberhauptes es vielleicht noch in unserm Menschenalter dahin bringen wird, dass sich jeder einer solchen vom Eigennutze gestimmten denkart schämt. – jetzt, bei einem so guten Anschein solltest du leben, Belphegor! so würde dich die gute Hoffnung vor der Misantropie bewahren! 3 Die gute Akante hat freilich eine ganz ärgerliche Chronologie, dass man dem kunsterfahrnen Medardus sein öftres Kopfschütteln nicht übel deuten darf. 4 Eine ungeheure Menge gesammelter Dünste, die die im Texte beschriebenen Wirkungen, nach dem Berichte der Zeitungsschreiber, tun soll. 5 We Shall sit heavy on ty Soul to-morrow.
Shakesp.
6 If it be cruelty, yet tere's metod in't – könnte man vielleicht von den heutigen Kriegen sagen. 7 Die Dialektik, oder Disputirkunst. 8 Der Kaiser. 9 Dies war vermutlich einer von den Königen, die mit aller Gewalt eine weisse Gesandschaft aus dem Norden haben wollten. 10 Eine von den mahomedanischen Sekten. 11 Bei den Mahometanern dasjenige, was bei den Katoliken die Tradition ist. 12 Das höchste Wesen. 13 Ludwig des 14. 14 Unter Illusion versteht der gute Alte wahrscheinlicher Weise die Meinungen, die nicht mit einer solchen Strenge bewiesen werden können, dass gar kein Zweifel mehr übrig bleibt, sondern wo im grund allemal der ausschlagende Grad überzeugung angenommen, und nicht durch die Beweise allein gewirkt wird; und in diesem Falle wäre im grund die ganze Philosophie Illusion. Alle Meinungen, die jemals von Philosophen erdacht sind, oder künftig erdacht werden, sind nichts als verschiedene Vorstellungsarten von den Dingen: die Dinge selbst kennt niemand; z.B. den Lauf der Welt stellen sich einige als die wirkung eines blinden Zufalls, andre als die Folge einer festgeketteten notwendigkeit, eines Fatums, andre als die abgezweckte Anordnung einer nach Plan und Absicht handelnden Vorsicht vor: jede unter diesen Vorstellungsarten hat Gründe für sich, aber keine so viele, dass sie die Beweise der übrigen und alle Zweifel ganz vernichtete: es sind Vorstellungen von dem Laufe der Welt, aus verschiedenen Gesichtspunkten genommen: wer nun unter diesen eine für die einzige wahre hält, der setzt dem Gewichte ihrer Gründe etwas wissentlich oder unwissentlich hinzu – welches meistenteils unsre Leidenschaften und Ideen ohne unser Bewusstsein tun – und illudirt sich, in so fern dieses zur überzeugung ausschlagende Etwas nicht die reine wirkung ist. Glauben kann man in dieser Welt nie ohne Illusion. 15 Im ersten teil. 16 So